Stadt will Fahrradparkhaus bauen

18. April 2010
Von vechtablogger
So soll die Radstation am Bahnhof aussehen. Grafik: Stadt Vechta

So soll die Radstation am Bahnhof aussehen. Grafik: Stadt Vechta

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Vechta hat einstimmig beschlossen, Bundesmittel für den Neubau einer Radstation am Vechtaer Bahnhof zu beantragen.  „Die bisherige Situation am Bahnhof ist untragbar“, wird Vechtas Bürgermeister Uwe Bartels in einer Pressemitteilung zitiert. Der Bau soll rund 480.000 Euro kosten.

Zwei Gebäude

Der Entwurf sieht die Errichtung von zwei miteinander verbundenen Parkhäusern vor. Das Parkhaus 1 hat zwei Ebenen. Die erste Ebene kann von der Straße „An der Gräfte“ über eine Rampe erreicht werden. Hier sollen 25 Stellplätze entstehen. Die zweite Ebene wird über eine weitere Rampe erschlossen. Hier sollen 35 Räder Platz finden. Auf der Obergeschossebene des Parkhauses 2 sollen 172 Plätze für Langzeitparker entstehen.

Platz für 452 Drahtesel

Hinzu kommen 210 Einstellplätze für Kurzparker im Erdgeschoss. Zudem soll es zehn Fahrradboxen geben, die angemietet werden können. Insgesamt bietet die Radstation somit Platz für 452 Fahrräder. Die Stadt erhofft sich einen Zuschuss des Bundes von bis zu 75 Prozent.

Was meint Ihr? Muss wirklich ein Parkhaus gebaut werden, um dem Fahrrad-Chaos Herr zu werden?

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10 Responses to “ Stadt will Fahrradparkhaus bauen ”

  1. Petra Karsten on 22. April 2010 at 09:30

    Also, mal ehrlich. Dieses Chaos mit den Fahrrädern finde ich furchtbar. Besonders am Wochenende sieht es auf dem Vorplatz vom Bahnhof aus wie auf einem Schrottplatz. Also, warum nicht ein Parkhaus bauen. Die Frage ist doch wieder einmal, ob das Ding angenommen wird und nicht so unausgelastet das rumsteht wie in Münster zum Beispiel. Das ist ja eigentlich nur ein reines Prestigeobjekt der Stadt.

    Und die Frage ist natürlich, ob der Stellplatz was kosten soll? Ich persönlich würde ja einen Euro ausgeben, um mein Fahrrad für einen Tag unterzustellen. Aber wer macht das schon von den vielen Studenten, die ohnehin mit so Klapperleezen unterwegs sind?

  2. Schreiberling on 23. April 2010 at 14:51

    Ein Parkhaus für Fahrräder, das 480.000 Euro kosten soll, finde ich total bekloppt. Angeblich soll vor dem Bahnhof ein normales Parkhaus gebaut werden. Man könnte das doch für Autos und Fahrräder nutzen. Im übrigen spricht das Chaos nbicht für die Stadtverwaltung, wenn sie das nicht in den Griff bekommt, ansonsten sind die mit den Knöllchen ja auch schnell bei der Hand. Mit dem Fahrrad-Parkhaus wird das Problem von der Straße ins Haus verlagert. Schwachsinn!

  3. vechtablogger on 23. April 2010 at 15:41

    Na ja, wenn man dafür Fördergelder kassieren kann!

  4. Marco on 23. April 2010 at 15:51

    Fahrradchaos? In Vechta? Wo es keinen ÖPNV gibt, weil sowieso jeder Kleinkram mit dem Auto erledigt wird? Merkwürdig. Würde mich sehr wundern, wenn unser Finanzminister dafür einen sechssteligen Betrag locker machen würde. Die Griechen brauchen das Geld gerade nötiger.

  5. Schreiberling on 25. April 2010 at 16:51

    Hi vechtablogger,
    auch beim Kassieren von Fördergeldern braucht man keinen Schwachsinn verzapfen. Auch die Fördergelder sind unsere Streuergelder. 25 Prozent würden ja auch bei der Stadt hängen bleiben. Brauchen wir das wirklich?

    • vechtablogger on 25. April 2010 at 20:48

      Du hast natürlich Recht, Schreiberling. Das Ding gibt es nicht völlig umsonst. Mich würde ja mal interessieren, wie solch ein Parkhaus unterhalten werden soll. Das kostet ja schließlich auch Geld. Und bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass das Parken der Fahrräder eine Gebühr kosten muss? Und wer ist bereit, die zu bezahlen?

  6. Schreiberling on 27. April 2010 at 08:10

    Gebühr für das Abstellen der Fahrräder geht nicht. Da zwischen dem neuen Kinocenter und dem Bahnhof ein Parkhaus in Planung ist, könnte man im Untergeschoss Platz für das geordnete Abstellen der Fahrräder vorsehen. Auch ein Parkhaus benötigt eine Aufsicht, die ein Chaos, wie jetzt vor dem Bahnhof unterbindet. Man könnte das ohne Gebühr mittels Automaten regeln.

    • vechtablogger on 27. April 2010 at 09:48

      Keine schlechte Idee, Schreiberling. Gleichzeitig musst du dann aber auch ein Fahrradparkverbot direkt vor dem Bahnhof erlassen, sonst wird das von dir angedachte Parkhaus kaum einer nutzen. Die meisten Leute sind doch viel zu faul, ihre Leeze in ein Parkhaus zu fahren und dann noch zu Fuß über die Straße zum Bahnhof zu gehen – besonders solche, deren Fahrrad nur zehn Euro Wert hat. Und das gilt – guckt man mal jetzt auf den Fahrradstand – für die meisten.

      • Maik on 14. Mai 2010 at 11:50

        Das Fahrradchaos ist doch sowieso Eigenverschulden der Bürger und der Stadt.
        Wenn man überlegt, dass die Stadt alle 2 Jahre die verkehrsuntauglichen Räder entfernen muss, wie es ja nächste Woche wieder der Fall ist, dann brauch man sich auch nicht wundern, dass es aussieht wie auf dem Schrottplatz.
        Die Stadt könnte das ganze Fahrradchaos umgehen, wenn man regelmäßiger alte Räder entfernen würde (wobei das ist auch eine Kostenfrage). Die Stadt sollte besser den ÖPNV (StadtBus) ausbauen, bzw. den Leuten mal ans Herz legen damit zu fahren anstatt sich über einen Bus der nicht voll besetzt ist lustig zu machen. So etwas habe ich noch nirgendswo erlebt !
        Man brauch nur nach Nienburg zu fahren, was gleich groß wie Vechta ist und sich den Bahnhof dort angucken.
        Alle Fahrräder haben Platz, keine Rostlauben und der Platz ist Videoüberwacht. Und 50% aller Bahnkunden kommen jede 15 Minuten mit dem StadtBus angedüst.
        Wenn schon ein Parkhaus, dann eben eine All-in-One Lösung aus PKW und Radparkhaus.
        Ansonsten / Allgemein lautet die Devise : ÖPNV offensiver vermarkten um das Radchaos und auch das nicht ganz optimale Straßennetz/Autoverkehr zu entlasten

  7. Maik Asbrede on 2. Mai 2011 at 21:00

    Was ist jetzt eigentlich aus diesen Plänen bezüglich eines Parkhauses geworden ? Das Kino ist bald fertig.

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