VfL Oythe verliert – Polizei friert

21. April 2010
Von vechtablogger
Die Polizei zeigt im Stadion an der Hasenweide Präsenz

Mit einem großen Aufgebot schützt die Polizei das Spiel an der Hasenweide.

Etwa 150 Oldenburger sind am Mittwochabend zum Nachholspiel des VfB gegen den VfL Oythe angereist. Darunter auch die Fangruppen “Kleinstadtbande” und die “Nightmare Monkeys” – die Namen werden schon irgendeinen Sinn haben. Sie skandieren “VfB, VfB, VfB”. Endlich mal ein bisschen Stimmung denkt sich der eine oder andere Heimzuschauer.

Hooligans an der Hasenweide?

Doch etwa 30 der Mitgereisten gelten als gewaltbereit. Sie stehen im Gästeblock – das ist der Platz hinter einem  der Tore, den der VfL Oythe für solche so genannten Risikospiele absperrt. Sogar ein eigenes Kassenhäuschen und eine Bierbude werden aufgestellt. Dazu haben sich 40 Polizisten rund um den Platz verteilt. Es sind Beamte aus Vechta und von der Bereitschaftspolizei Oldenburg. Hooligans an der Hasenweide im beschaulichen Dorf Oythe: Man mag es kaum glauben.

Polizei-Aufgebot auf dem Dorfplatz

Das Aufgebot der Polizei soll sicher Stärke zeigen. Es beunruhigt mich aber eher, als dass es mir Sicherheit vermittelt. Nichts gegen die Beamten, doch in solch einem Aufgebot passen sie auf einem Dorf-Fußballplatz nicht so ganz ins Bild. Dass es doch berechtigt ist, lehrt die Vergangenheit, etwa als Oldenburger Hooligans im verganenen Jahr im Aufstiegsspiel gegen Goslar eine Massenschlägerei auf dem Platz anzettelten.

Schläger in der fünften Liga

Die Polizisten frieren in Oythe genau wie die übrigen etwa 500 Zuschauer. Sie bekommen nichts zu tun. Zum Glück passiert bis kurz nach dem Schlusspfiff nichts. Dennoch stimmt es nachdenklich, wenn schon in einer Amateurliga (fünfte Liga) organisierte Schlägertrupps unterwegs sind. Habt Ihr eine Erklärung?

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3 Responses to “ VfL Oythe verliert – Polizei friert ”

  1. supermann33 on 22. April 2010 at 09:43

    Mir ist jetzt noch kalt, wenn ich an diesen eisigen Kick denke. Aber, was das mit den Hooligans angeht, da haben wir hier fast noch Glück. Schaut mal nach Ostdeutschland. Da müssen ganze Hundertschaften zu Spielen in der vierten oder fünften Liga anreisen.

  2. ? on 2. September 2010 at 12:13

    Abolut schlecht recherchiert und Planlos! Mehr kann man dazu nicht sagen. Bei so vielen Polizisten, erklär mir mal, wie es kommt, dass die “Hooligans” kein Stadionverbot haben. Oder sind es doch keine und der Schreiberling regt sich darüber auf, dass organisierte, gut gelaunte Fanclubs ihren Verein unterstützen und einmal im Jahr etwas lauter ist als das “Muh” auf der Weide?

    • vechtablogger on 2. September 2010 at 18:01

      Liebe Kommentarschreiberin mit dem “?”,
      Die Polizei hat behauptet, dass es sich um gewaltbereite Fans handelt. Und ganz unberechtigt ist die Aufregung sicherlich nicht. Wie kann es sein, dass so viele Polizisten ein unterklassiges Spiel bei einem Dorfverein schützen müssen? Da stimmt doch etwas nicht.

      Dass so etwas auch auf die gut gelaunten, friedlichen Fans zurückfällt, ist mir bewusst, aber nicht mein Problem. Auch ich kann die Welt nicht besser machen, als sie ist, sondern nur darüber berichten.

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