Klosterkirche verkauft Orgelpfeifen

14. Mai 2010
Von vechtablogger
So soll die neue Orgel aussehen. Petra Huckemeyer vom Förderverein Klosterkirche Vechta hofft, dass genug Geld zusammenkommt. Fotos: Vechtablogger

So soll die neue Orgel aussehen. Petra Huckemeyer vom Förderverein Klosterkirche Vechta hofft, dass genug Geld zusammenkommt. Fotos: Vechtablogger

Die kleinsten Orgelpfeifen sind gerade einmal 30 Zentimeter lang. Wer sich solch ein kleines Stück von der alten Orgel der Klosterkirche mitnehmen möchte, zahlt zehn Euro. Je größer die Pfeifen werden, desto teurer wird’s, informiert Georg Wilhelm Freiherr von Frydag. Er ist der Vorsitzende des Orgelbauvereins für die Klosterkirche. Die größten Pfeifen messen zwei Meter und sind aus Holz.

Mehr als 1000 Pfeifen

Pfingstsonntag und Pfingstmontag feiert die evangelische Gemeinde die letzten Gottesdienste in der Kirche. Danach – jeweils gegen 11.30 Uhr – können die Gläubigen die Pfeifen kaufen. Auch in der Woche danach können die Leute um 18 Uhr vorbeischauen.

Unglaublich: Das Instrument hat mehr als 1000 Pfeifen – es dürfte also für jeden etwas übrig bleiben.  Den Erlös investiert der Orgelbauverein in ein neues Instrument. Und das wird mit rund 700.000 Euro nicht billig.

Neue Heizung

Aber bevor genug Geld für die Orgel zusammen ist, wird die Klosterkirche (erbaut 1721-1731) bis November saniert. Eine neue Heizung muss her. Dafür hat der Förderverein Klosterkirche bereits eine viertel Million Euro gesammelt.

Mit weiterem Geld soll es in den nächsten Bauabschnitten eine neue Elektrik und einen Anstrich geben. Außerdem möchte der Verein ein zugemauertes Fenster hinter dem Altar wieder öffnen, ein anderes über dem Eingang soll saniert werden. Auch das kostet noch einmal gut 250.000 Euro, informiert Oliver Weßels, Vorsitzender des Vereins. “Die Kirche ist eines der wichtigsten Bauwerke in Vechta”, betont Vorstandsmitglied Petra Huckemeyer.

Die alte Orgel hat schon bessere Zeiten gesehen. Am Sonntag ist das gute Stück zum letzten Mal zu hören.

Die alte Orgel hat schon bessere Zeiten gesehen. Am Sonntag ist das gute Stück zum letzten Mal zu hören.

Übrigens: Wer die alte Orgel nochmal hören will, muss schon an diesem Sonntag  in den Gottesdienst kommen. Wieder mal ein Grund mehr, zur Kirche zu gehen, oder?

Was meint ihr: Ist die Klosterkirche erhaltenswert oder nur ein unnötiger Kostenfaktor?
Weiterer Artikel zum Thema: Orgelpfeifen finden reißenden Absatz (24. Mai 2010)

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2 Responses to “ Klosterkirche verkauft Orgelpfeifen ”

  1. [...] Artikel zum Thema: Klosterkirche verkauft Orgelpfeifen (14. Mai [...]

  2. zaklady bukmacherskie on 20. Juni 2010 at 17:58

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