Gestatten, Kalebimskop aus Knasthausen!

17. Mai 2010
Von vechtablogger
Dieser Mann versteckt Filmdosen und andere Behälter in Vechta: Kalebimskop, der aktivste Geocacher in der Umgebung. Fotos: Vechtablogger

Dieser Mann versteckt Filmdosen und andere Behälter in Vechta: Kalebimskop, der aktivste Geocacher in der Umgebung. Fotos: Vechtablogger

Ohne sein modernes Klapprad verlässt er selten das Haus. Ohne sein Navigationsgerät schon gar nicht. Unter dem Pseudonym “Kalebimskop aus Knasthausen” kennen ihn die Geocacher in und um Vechta. Denn der 66-jährige Rentner hat 25 der 52 Schätze versteckt – in Bäumen, unter Steinen, in Ritzen, zwischen Fugen und sonstwo. Durch ihn ist Vechta zu einem interessanten Ort für Geocacher geworden.

Geocacher sind die Leute, die kleine Schachteln oder Dosen suchen, die andere für sie versteckt haben. Wo, das erfahren sie im Internet unter geocaching.com. Zum Ziel führt sie ein Navigationsgerät, in das sie die Koordinaten für den Schatz eingegeben haben.

Süchtig nach Geocaching

Kalebimskop ist der aktivste Geocacher Vechtas. Vor zweieinhalb Jahren fing alles an. Ein Freund hatte ihn überredet, mal mitzugehen beim Geocaching. “Bei den ersten 30 Caches dachte ich noch: Wieso wühlst du hier bei Wind und Wetter im Dreck rum?”, erzählt er. Aber jetzt – 3000 Funde später – ist er süchtig nach Geocaching, räumt Kalebimskop ein.Bis zu 25 der raffinierten Verstecke findet er pro ‘Tour.

Kein Ausflug ohne GPS-Gerät. Schließlich kann überall ein Geocache liegen, den Kalebimskop noch nicht kennt. Auch wenn es immer weniger werden. In Vechta und Umgebung hat er aus Spaß an dem Orientierungsspiel alles abgegrast. Deswegen unternimmt er jetzt Tagesausflüge in ganz Niedersachsen. Mit dem Klapprad steigt er in die Nordwestbahn und fährt nach Hildesheim, in die Heide oder an die Küste. “Ich komme so viel rum wie noch nie”, sagt er. “Ich sehe Orte, an die ich ohne Geocaching nie gekommen wäre.”

Mit Klapprad und Navi am Lenker geht Kalebimskop auf Geocaching-Tour durch das Land.

Mit Klapprad und Navi am Lenker geht Kalebimskop auf Geocaching-Tour durchs Land.

Keine Reise ohne Suche

Auch eine Reise nach Rom ging nicht ohne die Suche nach Schätzen. Seine Frau nimmt es gelassen. “So kommt er viel raus. Besser, als den ganzen Tag auf dem Sofa zu hocken.” Nur bei Ausflügen mit dem Heimatverein wird sie rigoros. “Da darf er nur auf unserer Route suchen”, erklärt sie und schmunzelt.

Das GPS-Gerät führt ihn auch zur Zitadelle, an der Kalebimskop irgendwo einen Schatz versteckt hat.

Das GPS-Gerät führt ihn auch zur Zitadelle, an der Kalebimskop irgendwo einen Schatz versteckt hat.

Der Rentner möchte seinen Namen lieber nicht sagen. Dafür gebe es ja die Pseudonyme im Internet. Seins sollte eigentlich Kabumskop (Purzelbaum) heißen, als er sich mal bei Ebay anmeldete. “Aber das fanden die zu anstößig.”

In Vechta liegen seine Schätze fast über die ganze Stadt verteilt. Zitadelle, Zeughaus und natürlich das Gefängnis. Dort musste Kalebimskop neulich schnell anrücken: Bei den Baumfällarbeiten drohte sein Schatz verschütt zu gehen.

Wichtig sei, dass man sich um einmal versteckte Schätze auch kümmert. “Wenn ich höre, dass einer verschwunden oder kaputt ist, muss ich schnell für Ersatz sorgen. Denn die Schätze müssen auch gefunden werden können”, findet der 66-Jährige.

Mal schauen, was sich Kalebimskop als nächstes ausdenkt!

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2 Responses to “ Gestatten, Kalebimskop aus Knasthausen! ”

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  2. [...] Texte zum Thema: Gestatten, Kalebimskop aus Knasthausen! vom 17. Mai 2010 Geocaching – die moderne Schnitzeljagd vom 7. Mai 2010 Bookmark [...]

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