Eltern beklagen mangelnde Sicherheit am ZOB

31. Mai 2010
Von vechtablogger
Das Gedränge um den Schulbus am Bahnhof ist heftig. Foto: Niehues

Das Gedränge um den Schulbus am Bahnhof ist heftig. Foto: Niehues

Der Schulelternrat des Kollegs St. Thomas schlägt Alarm: Trotz eines schweren Unfalls im Herbst hat sich die Sicherheitslage auf Bussteig A des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) nicht verbessert. Seinerzeit war ein Fünftklässler unter die Räder eines Busses geraten und schwer verletzt worden.

Gedränge zwischen Bus und Bahn

Besonders nach der sechsten Stunde ist auf dem Bussteig Hochbetrieb mit mehreren hundert Schülern, schreibt der Elternrat in einer Mitteilung. Haltestelle A liege unmittelbar an den Bahngleisen und verfüge über nur eine Sitzreihe, dessen Abstand zur Wartelinie des Buseinstiegs gerade einmal 85 Zentimeter betrage, wie die Eltern ausgemessen haben. Die Busse nahezu aller Schüler hielten an Steig A. Manche Busse würden auch in zweiter Reihe parken “Die Schüler laufen dann zwischen den Bussen durch und steigen in zweiter Reihe zu”, heißt es in der Mitteilung. Ein gestandener Busfahrer sagte demnach: „Wenn ich den ZOB anfahre, habe ich jedes mal Angst.“

Deshalb fordern die Eltern, ein Ausweichen auf Haltestelle B. Die sei wesentlich größer und weit genug von den Bahngleisen entfernt. Sie werde aber nur von den Stadtbussen angefahren.

Nur ein kleiner Streifen zwischen Bahnsteig und Bussteig bleibt den Schülern. Foto: Niehues

Nur ein kleiner Streifen zwischen Bahnsteig und Bussteig bleibt den Schülern. Foto: Niehues

Schulbus-Begleiter

Für zusätzliche Ordnung und somit Sicherheit sorgten in vielen anderen Landkreisen Schulbus-Begleiter, die an Haltestellen und in Bussen auf die Kinder einwirken. Diese seien bei einigen Kommunen entsprechend ausgebildete Schüler, bei anderen Mitarbeiter des Ordnungsamtes.
Stadtsprecher Herbert Fischer machte den Eltern ein Gesprächsangebot. Vertreter von Stadt, Landkreis, Eltern und Busunternehmen sollten sich an einen Tisch setzen, um eine sinnvolle Verkehrsregelung für den ZOB zu finden.

Wie findet ihr die Situation am ZOB? Wo gibt es weitere gefährliche Bushaltestellen in Vechta?

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One Response to “ Eltern beklagen mangelnde Sicherheit am ZOB ”

  1. Maik on 31. Mai 2010 at 18:34

    Also das finde ich mal einen sehr gelungenen Artikel !

    Ich finde es sehr wichtig, dass sich die Eltern da mal beschweren, allerdings ist etwas daran auch falsch:
    Der Bussteig B wird keinesfalls nur von den StadtBuslinien 602 und 604 angefahren, sondern auch von den Regionalbussen nach Goldenstedt (693), Ahlhorn&Lohne (600) und weitere.
    Das Problem ist die Planung der Abfahrtszeiten.
    Es wäre sicherlich von Vorteil wenn man z.B. die Hälfte der Busse Bussteig B anfahren lässt.
    Andererseits ist es hier auch fahrlässig nur von Schülern zu sprechen. Denn mittlerweile fahren immer mehr Leute in den fälschlicherweise als “Schulbussen” bezeichneten LINIENBUSSEN mit. Denn seit 2007 sind alle Busse Linienbusse.
    Wären wir außerhalb des Oldenburger Münsterlandes, währe der Anteil von volljährigen Fahrgästen wie z.B. Senioren deutlich höher.
    Man sollte hier auch an die Eltern appelieren : Die müssen ihre Kinder auch mal zu Verstand aufrufen, wenn man sich guckt wie die Schüler in die Busse drängen, kann man verstehen, dass sich kaum ein Erwachsener traut mit dem Bus zur Arbeit zu fahren.
    Die Schüler müssen von ihren Eltern das richtige Verhalten beigebracht kriegen und sich nicht wie die Neandertaler zu einem “Drängelklumpen” um den Eintritt in den Bus zu schubsen.
    Alles in allem finde ich die Situation am ZOB gefährlich, aber man muss auch bedenken, dass der ZOB bis auf den Schülerverkehr nur sehr schwach angefahren wird, da bis auf den StadtBus fast nur Schüler die Fahrgäste sind.

    Die Polizei sollte an allen Bushaltestellen im Kreis und auch in der Stadt das Verhalten der Verkehrsteilnehmer kontrollieren. Ich sehe selbst jeden morgen wenn ich mit der Linie 693 von Lutten-Kirche zum Gymnasium Antonianum fahre, wie die Autofahrer mit 80km/h an dem Bus vorbeifahren, bei erlaubter Geschwindigkeit, eine Unverschämtheit und Gefährdung der Fahrgäste.
    Die gefährlichsten Bushaltestellen sind meiner Meinung nach Lutten-Kirche und Lutten-Amerbusch.
    Sowie in Vechta die folgenden Haltestellen:
    Windallee/Willohstr. , Burgstr./Altes Finanzamt , Marienstr./Krankenhaus und natürlich der ZOB.

    Ich würde ja gerne mal eine Initiative dafür starten, denn ich fahre als Schüler seit mehreren Jahren jeden Morgen von Lutten nach Vechta und bin es mitlerweile so Leid von der Rücksichtslosigkeit und dem Gefahrenpotential , dass ich ab den Sommerferien auf die NordWestBahn umsteige um das nicht mehr ertragen zu müssen.

    Grüße,

    Maik

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