W-Lan für die ganze Innenstadt?

2. Juni 2010
Von vechtablogger
Umsonst im Café in der Innenstadt surfen: Das fände auch der Vechtablogger toll. Aber sollte die Stadt so etwas bereitstellen? Foto: Niehues/Advantage-Photo

Umsonst im Café in der Innenstadt surfen: Das fände auch der Vechtablogger toll. Aber sollte die Stadt so etwas bereitstellen? Foto: Niehues/Advantage-Photo

Im Eiscafé am Alten Markt eben die Kaffeepreise der Konkurrenz googeln, oder sich im Markt 4 mal über die neuesten Transfergerüchte in der Bundesliga informieren. Die SPD-Fraktion im Vechtaer Stadtrat will W-Lan – also schnelle Internetverbindungen per Funk – in der ganzen Innenstadt zur Verfügung stellen. Übernehmen soll das die Stadtverwaltung, heißt es in einem SPD-Rundbrief.

Service für die Bürger

Besonders im Sommer würden viele Web-Surfer gerne im Café sitzen und dort ihre E-Mails bearbeiten oder mit ihren Freunden auf Facebook in Kontakt bleiben. Da wäre es nach Ansicht der Genossen ein toller Service, kostenloses Internet zur Verfügung zu stellen. Schließlich seien mobile Internetverbindungen nach wie vor teuer.

Im Gegenzug solle sich bei jedem Einloggen eine Webseite der Stadt öffnen, die über Neuigkeiten in der Verwaltung oder Angebote in der Innenstadt informiere.

Aber ist so etwas wirklich die Baustelle der Stadt Vechta? Ist das technisch überhaupt machbar? Was haltet ihr von dem Vorschlag der SPD?

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12 Responses to “ W-Lan für die ganze Innenstadt? ”

  1. Woody_VEC on 2. Juni 2010 at 11:06

    Na das wäre doch mal was…. Anstatt Zensursula als Präsidentin kostenloses W-LAN in der City und der Sommer wäre (fast) gerettet! :-)

  2. Nibbles on 2. Juni 2010 at 11:54

    Klingt super, ich würd’s nutzen! Bloß was heißt “ganze Innenstadt”? Nur der Marktplatz? Oder beginnt die Innenstadt schon bei der Banane und zieht sich bis zum Bremer Tor? Vor allem stelle ich mir die Frage, wieviele Menschen den freien WLAN-Zugang wirklich nutzen werden. Und wieviele Menschen besitzen mobile Geräte, die sie dort auch nutzen können/werden? Mein Smartphone besitzt zum Glück einen WLAN-Adapter, denn mein Notebook würde ich nicht bis in die Stadt schleppen. Und welche der glücklichen Besitzer von geeigneten Endgeräten werden in der Lage sein, sich in dem freien WLAN einzuloggen. Ich kenne selbst viele in meinem Alter, also so 20-30jährige, die nicht in der Lage sind, mit dieser Technik umzugehen. Von anderen Generationen ganz zu schweigen. Aber vielleicht wird dies dann für diesen nicht so technik-versierten Menschenschlagg dann auch endlich Ansporn sein, sich mit der aktuellen Technik auseinander zu setzen. Die jüngeren Generationen würden dann auch vielleicht nicht nur im Haus ohne Sonne vor dem PC versauern, sondern könnten an der frischen Luft in der Innenstadt Always-On in ihrer Internet Community/Social Network sein. Also: Her mit dem freien WLAN!

  3. Haake on 2. Juni 2010 at 19:11

    Die Idee fänd ich super, allerdings hätte ich Befürchtungen hinsichtlich der heruntergeladenen Inhalte. Es muss ganz klar einen Haftungsausschluss für die Betreiber des W-LAN für durch die Nutzung ev. entstandenen Schaden geben (z.B. Copyrightverletzung beim illegalen Download von Musik). Dazu gibts gerade ein frisches Urteil vom BGH:
    http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2010&Sort=3&nr=51934&pos=0&anz=101

  4. Maik on 2. Juni 2010 at 22:52

    Toller Vorschlag.
    Zukunftsweisend.
    Grandios und für Touristen zeigt das auch, dass Vechta eine sich ständig modernisierende Stadt ist.

    Vielleicht würde so ja auch die Vechta Community (www.vec-community.de) eine ganz neue Bedeutung kriegen, wenn man in der Innenstadt ins Internet kann.

    Die Stadt könnte ja auf Öffnungszeiten, Fahrplan des StadtBusses und der Bahn, sowie mit Werbung und Infos für Veranstaltungen eine Log In Page gestalten.

  5. Tasilo on 3. Juni 2010 at 14:00

    Liebe Mit-Kommentatoren!
    Habe ich die Ironie bei Euch übersehen? Ihr seid für die Idee?
    Eine Stadt sollte dafür sorgen, dass ihre Straßen in gutem Zustand sind, die Kinder gut betreut werden und die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gut sind, damit die Menschen ihr Geld verdienen können. Das ist schwierig genug.
    Ob ich bei Gino meine Mails lesen kann, darf der Kommune völlig egal sein. Diese Form von infrastruktureller Förderung geht zu weit. Selbst wenn ohne W-LAN alle PC-Freaks weiter vor dem Rechner versauern. Pech gehabt.
    Ich bin auch gern im Netz. Und ich bin damit nicht allein. Nachfrage schafft Angebote. Deshalb wird sich das Problem ohne städtische Hilfe lösen. Und falls nicht, werden wir das überstehen.

  6. Haake on 3. Juni 2010 at 15:06

    Lieber Tasilo,
    du sagtest: “und die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gut sind, damit die Menschen ihr Geld verdienen können”. Aber ist denn die infrastrukturelle Ausstattung mit W-LAN kein positiver Standortfaktor für die Innenstadt? Wenn dadurch User, die daheim vor dem PC versauern dazu bewegt werden die Geschäfte in der Innenstadt zu frequentieren, so ist dass durchaus gelunges Citymarketing, finde ich. Ist ja nicht so, als hätte die City nicht mit Konkurrenz vor der Stadt zu kämpfen. Das sich die Nutznießer an den Kosten beteiligen ist ja eine andere Frage. Wenn man Geld für Geranientöpfe an Laternen ausgibt, warum nicht auch für ein W-LAN?

  7. Maik on 3. Juni 2010 at 15:24

    Zum Thema Geranientöpfe:

    Sehe ich genau so, außerdem gibt es noch anderen Unfug wie z.B. den Bau der Entlastungsstraße oder was die Stadtverwaltung den Bürgern im Stadtteil Holzhausen seit über einem Jahr mit dem Bau der Nordtangente zumutet.

    Und bitte nicht zu vergessen : die Oyther Straße.

    Grüßt mir Uwe, den Heiland ! *ironie*

  8. Südoldenburger on 3. Juni 2010 at 21:11

    Ich hätte da auch noch eine geniale Idee.

    Wie wäre es mit Freibier für alle – z.B. auf dem Stoppelmarkt? -:))

  9. anwohner on 4. Juni 2010 at 07:56

    ein starkes w-lan für die ganze innenstadt wäre wohl vor allem ein service für die anwohner der großen straße ;)

  10. Tasilo on 4. Juni 2010 at 14:59

    Lieber Haake!
    Nur weil für den schönen Schein wie Geranien Geld ausgegeben wurde, muss das nicht richtig sein.
    Wenn Du mir den User vorstellst, der wegen der tollen neuen Technik sein Haus verlässt, um in der City ins Internet zu gehen und die erste Firma in Vechta eröffnet, die sich angesiedelt hat, weil der Chef sein Eis schlecken kann und nebenbei die Geschäftspost auf dem Pferd liest, hast Du mich überzeugt.
    Ich bleibe dabei: Ein starkes Netz ist gut; aber bezahlen soll nicht die Allgemeinheit.

  11. vechtablogger on 4. Juni 2010 at 15:25

    Die Umfrage ist jedenfalls eindeutig ausgefallen. 17 Leser finden die W-Lan-Idee der SPD gut. Nur einer ist dagegen. Der Vechtablogger freut sich schon drauf, von euch ins Café eingeladen zu werden und dabei den neusten Blogbeitrag zu verfassen.

  12. Südoldenburger on 8. Juni 2010 at 08:38

    @vechtablogger,
    ich wette darauf, dass fast jede Idee, bei der den “Nutzern” etwas kostenlos in Aussicht gestellt wird, auf frenetischen Beifall stößt.
    Aber die Frage ist erlaubt, wer es denn bezahlt und wem es nutzt. Bezahlen müssen es alle Bürger der Stadt, und alleinige Nutzniesser wären die bereits erwähnten gastronomischen Betriebe rund um den alten Markt. Die Freaks unter den SURFERN haben heute alle Sticks mit denen sie sich überall einloggen können, wozu muss da der Bürger Sponsoring leistern? Dazu kommen noch die offenen rechtlichen Fragen. Last & least – was für ein Fass macht die Stadt da auf? Welche Begehrlichkeiten wecke ich da bei anderen Gewerbetreibenden, Vereinen etc.?

    Abschließende Frage: Warum bieten Gino, Anna, und wie sie alle rund um den alten Markt heißen, nicht in ihren Läden kostenloses W-Lan an? Das wäre doch echter Kundenservice. -:))

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