Immerhin: Teil der Oyther Straße wird saniert

30. Juli 2010
Von vechtablogger
Die Fahrbahn auf 200 Metern der Oyther Straße wird abgefräst und erneuert. Foto: Vechtablogger

Die Fahrbahn auf 200 Metern der Oyther Straße wird abgefräst und erneuert. Foto: Vechtablogger

Man hatte es ja kaum noch zu hoffen gewagt. Aber jetzt war beim Land Niedersachsen doch noch Geld aus dem Frostschäden-Beseitigungsprogramm übrig. Für 35.000 Euro lässt das Land am Freitag auf rund 200 Metern die Oyther Straße in Vechta zwischen dem Beginn (Kreuzung Ravensberger Straße) bis zur Apotheke (Eschstraße) sanieren. Die Straße bekommt eine neue Fahrbahndecke, zum Teil erneuern die Arbeiter auch die Tragschicht.

Der Rest bleibt wie er ist

So weit die gute Nachricht. Die schlechte: Wann der Rest der Huppelpiste Oyther Straße erneuert wird, ist noch völlig unklar. Auf jeden Fall nicht mehr in diesem Jahr, berichtet Peter Nienaber, Leiter der Straßenmeisterei Vechta. “Jetzt machen wir erstmal den schlimmsten Teil”, sagt Nienaber.

Wie schlimm der Teil ist, stellte sich nach dem Abfräsen der Fahrbandecke heraus. Überall waren Löcher zu sehen. “Mit so vielen Schäden in der Tragschicht haben wir nicht gerechnet”, räumt der Fachmann ein.

Radweg ist Baustelle des Landes, Fußweg nicht

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei die schlimmsten Gefahrenstellen auf dem Radweg ausgebessert. Für mehr als Flickwerk ist laut Nienaber kein Geld da. Das Paradoxe dabei: Die Straßenmeisterei ist für die Landessttraße Oyther Straße und den Radweg zuständig und muss dort Gefahrenstellen beseitigen. Um den direkt neben dem Radweg liegenden Fußweg muss sich die Stadt Vechta als so genannter Baulastträger kümmern.

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13 Responses to “ Immerhin: Teil der Oyther Straße wird saniert ”

  1. Matthias Niehues on 30. Juli 2010 at 12:43

    Die Radfahrer haben mal wieder das Nachsehen. Dabei war das, was wegen der roten Pflasterung an der Oyther Straße wie ein Radweg aussieht, schon vor über 20 Jahren wegen seiner baulichen Mängel nicht nutzbar. Nur ausgebessert hat man ihn leider nicht. Stattdessen wurden die Verkehrsschilder, die ihn einst zu einem “richtigen” Radweg machten, einfach irgendwann abmontiert. Der einst für Radler vorgesehene Weg auf beiden Seiten erfüllt heute in keinster Weise die baulichen Voraussetzungen, die die Verwaltungsvorschriften vorsehen, um als Radweg genutzt zu werden. Aber welcher Radfahrer traut sich schon ernsthaft auf die vielbefahrene Oyther Straße? Jedesmal wenn ich die mit meinem Rad die Straße nutze, werde ich von rücksichtslosen Autofahrern weggehupt. Aber wenn die rot gepflasterte Fläche aus rechtlicher Sicht kein Radweg sein kann, dann ist es doch eigentlich ein Fußweg, oder?! Und hier steht doch die Stadt in der Pflicht. Dann sollte doch die Stadt als Baulastträger bitte auch hier sofort tätig werden. Bei Kommunalwahlen versprechen uns die Bürgermeisterkandidaten gerne Schulwegsicherheit. Nur die Umsetzung dieses Wählerversprechens wird allzu gern vergessen. In Vechta ist in dieser Hinsicht zu lange zu wenig passiert. Wir haben rund 4000 Studenten und Tausende Schüler, die mit dem Rad zur Schule fahren und fahren könnten. Wir sind stolz darauf, dass wir jetzt den Status einer Universitätsstadt haben. Dann müssen wir aber auch alles unternehmen, um diesem Status auch in infrastruktureller Hinsicht gerecht zu werden. Und dazu gehört ein Radwegnetz, dass durch intelligente Planung und intuitiv richtige Nutzung zum Radfahren einlädt. Das Versäumte war gestern. Jetzt muss es um eine schnelle Umsetzung gehen. Das würde Vechta weit nach vorne bringen.

  2. Maik Asbrede on 30. Juli 2010 at 14:26

    Da schließe ich mich Herrn Niehues völlig an.
    Vor allem wenn man bedenkt, dass die Falkenrotter Straße, das westliche Eingangstor der Stadt von Vorne bis Hinten saniert wird mit neuer Fahrbahn, beidseitigen Lärmschutzwänden, zwei Kreisverkehren und dann auch noch einem Trog-Tunnel, dann fragt man sich doch:
    Ist Vechta jetzt nur noch Stukenborg & Vechta-West ? – Zählt Oythe nicht mehr zur Stadt – Diesen Eindruck vermittelt zumindest die Oyther Straße.
    Was ich allerdings nicht wirklich verstehe ist, warum man die Oyther Straße nicht endlich für LKW sperrt, obwohl die Nordtangente seit mehreren Wochen fertig ist. Eigentlich ist die Oyther Straße doch mit der Fertigstellung der Nordspange jetzt auch eine Stadtstraße oder etwa nicht ? Weil rein Theoretisch ist die Landesstraße 881 (Vechtaer Straße/Oythe/Oyther Straße) doch jetzt über Holzhausen und Bergstrup bis zum Kreisverkehr Oldenburger Straße im Industriegebiet Nord verlegt…
    Ich finde es eine Zumutung, dass im Westen der Stadt ganz Falkenrott vergoldet wird, während man auf der Oyther Straße nicht mehr sicher Radfahren kann.
    Zumindest werde ich ab Montag auf den 200 Metern vom Kreisamt bis zur Eschstraße auf der Straße fahren, egal ob mich irgendein Autofahrer anhupt, das bin ich schon aus Nordrhein-Westfalen gewohnt.
    Vielleicht setzt sich ja die Wählerinitiative Wir für Vechta nochmal für ein besseres Radwegenetz in der ganzen Stadt und vorallem für eine sichere und gut befahrbare Oyther Straße ein, denn sie ist Hauptverbindung zwischen Goldenstedt, meinem geliebten Exil Lutten, dem Stadtteil Oythe und der Innenstadt.

    Abschließend zusammengefasst:
    Wer die Stadt von der A1 über die Falkenrotter Straße erreicht, der sieht, wie schön Vechta ist, und vorallem wie reich Vechta ist.
    Wer von Osten (Oythe) kommt, der denkt die Stadt ist hässlich und hoch verschuldet.

  3. südoldenburger on 30. Juli 2010 at 15:34

    @ herr niehues + herr asbrede,

    wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, hat es vor einiger Zeit wütende Proteste der Anlieger gegeben. Die müssen eine wohl notwendige Totalsanierung nämlich mit ihren Beiträgen letztendlich bezahlen. Sie sind daher über die finanziellen Konsequenzen überhaupt nicht erbaut, was durchaus nachvollziehbar ist. Dann gibt es weitere Punkte die noch eine Rolle spielen wie z.B. die Widmung als Landesstraße, mit den daraus folgenden Konsequenzen.

    Denkbar ist daher, dass die schlimmsten Mängel erst einmal, wenn auch provisorisch, ausgebessert werden. Dann kann die Stadt in Ruhe den Dialog mit den Anwohnern suchen und eine einvernehmliche Lösung finden.

    Im übrigen finde ich, dass der Besucher der über Oythe in die Stadt fährt, zunächst einen sehr schönen Eindruck gewinnt – den Straßenbelag der Oyther Straße mal aussen vor. Angefangen von der Dorfkirche, bis zu den Häusern links und rechts der Straße, dann über die schattigen Bäume an der Oyther Straße ist doch alles zum vorzeigen geeignet.

    Last & least: Unsere Stadtverwaltung ist doch nicht Pressescheu. Der VEC-Blogger erhält sicherlich eine fundierte Stellungnahme. Dann sehen wir weiter.

  4. Maik Asbrede on 30. Juli 2010 at 15:42

    @südoldenburger
    Darüber wusste ich leider nichts. Allerdings müssten dann doch auch die Anwohner an der Falkenrotter Straße den Kreisverkehr und die Lärmschutzwände finanziert haben (und den Tunnel die Firma Große Beilage). Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, da die Kosten ja in die zweistelligen Millionen gehen….

    Ich stelle mir ja vorallem die Frage, warum die Oyther Straße immernoch eine Landesstraße ist?! – Wozu dann die Nordspange, die sowieso wenig genutzt wird, solange die Oyther Straße nicht für LKW gesperrt wird…

    Hoffen wir, dass der Vechtablogger eine fundierte Stellungnahme zum Thema Oyther Straße – Sanierung einfangen kann.

  5. Maik Asbrede on 30. Juli 2010 at 15:45

    In der letzten SPD Stadtpost stand auch ein großer Artikel mit der Überschrift – “Sanierung Oyther Straße – eine ewige Geschichte?” .
    Das dumme daran war, dass der letzte Satz ungefähr so lautete : Die Antworten in unserer nächsten Stadtpost.
    Auf diese Ausgabe warte ich leider immernoch …

  6. Tasilo on 30. Juli 2010 at 17:26

    Ich glaube, in jeder Stadt ist per Satzung genau vorgeschrieben, wofür und in welcher Höhe Anliegerbeiträge erhoben werden. Das hat die Politik irgendwann beschlossen. Darüber kann auch nicht nachverhandelt werden.
    Ich bin mir zudem fast sicher, dass diese Beiträge weder das Land noch der Kreis bei seinen Straßen erheben kann. Anlieger können dort bei einer Sanierung folglich auch nicht zur Kasse gebeten werden – es sei denn, die Stadt will durch die Sanierung ein anderes Ergebnis erzielen als das Land oder der Kreis. Dann kann es passieren, dass für diese Sondernummern gesondert gezahlt wird. Wobei das für mich kein Argument für oder gegen eine Sanierung sein kann. Jeder wohnt an einer Straße, jeder hat irgendwann irgendwie bezahlt. So ist das in Deutschland.

    Außerdem kann ich Maik A. nur zustimmen: Logisch wäre jetzt, nachdem die Umgehungsstraße fertig ist, die Oyther Straße umzuwidmen, für LKW zu sperren und zu sanieren – inklusive Radweg natürlich und auf der vollen Länge.

  7. vechtablogger on 30. Juli 2010 at 18:15

    Danke für die vielen, fundierten Kommentare zu dem Thema (was nicht heißen soll, dass ich das Thema abwürgen möchte, im Gegenteil)! Ich wollte euch nur mal loben.

    Zur Frage, ob und wann die Oyther Straße vollständig saniert wird, bekommt man bei der Stadt nur immer wieder eine Antwort: “Dafür sind wir nicht zuständig, weil es eine Landesstraße ist.”

    Der Vechtablogger hat bereits zur Eröffnung der neuen Umgehungsstraße durch Holzhausen die Stadt gefragt, ob die Oyther Straße für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt werden soll ( http://www.vechtablog.de/2010/06/14/nordspange-ist-oft-ein-umweg/ )? Das sei nicht vorgesehen, lautete die Antwort.

    So viel zum Thema fundierte Stellungnahmen. Aber ich werde in der kommenden Woche bei der Stadtverwaltung noch einmal nachfragen und um Stellungnahme zu dieser spannenden und konstruktiv-kritischen Diskussion bitten.

  8. Maik Asbrede on 30. Juli 2010 at 20:18

    Sehr gut, das freut mich, Vechtablogger ! :-)

    Aber man muss sich doch wirklich fragen bei der Stadt – Wozu haben wir eigentlich die Nordspange gebaut…
    In diesem Sinne, viel Erfolg !

  9. Maik Asbrede on 2. August 2010 at 16:45

    Bin da gerade mal langgefahren…

    Die Fahrbahn sieht jetzt echt gut aus & ist gut befahrbar, sogar Fahrbahnmarkierung hat die Oyther Straße jetzt.

    • südoldenburger on 2. August 2010 at 18:26

      tja – alles neu macht der stoppelmarkt -:)))

      • Maik Asbrede on 8. August 2010 at 16:00

        Da hast du wohl sehr Recht -> Morgen wird z.B. auch der Kreisverkehr Falkenrotter Straße West (Petersburg) Vormittags freigegeben….

  10. Ralf Hartmann on 26. August 2010 at 07:01

    ….das Stück ist ja echt nicht schlecht geworden. Ich hoffe das die Radwege trotzdem irgendwann mal gemacht werden. Was mir gerade noch einfällt weiß jemand ob die Flicken auf der Buchholzstrasse (Bei Zelte Kühling) Geld gekostet haben? Ich fahre jetzt jeden morgen da zur Arbeit lang…. und diese Flicken sind ein grauen als Radfahrer…. die reinste Buckelpiste…. das geht besser, siehe Einfahrt auf dem Stoppelmarkt. Wer die Möglichkeit hat da mal mit dem Rad rüberzufahren, sollte das mal testen… ist wie die Crazy Mouse…

  11. Maik Asbrede on 27. August 2010 at 16:06

    Ob die Geld gekostet haben, weiß ich garnicht, aber auf jeden Fall fahr ich da auch immer zum Fitness-Center hin und kann nur sagen, es ist zum Abgewöhnen !!!!

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