Oyther Straße wird Wahlkampfthema

30. August 2010
Von vechtablogger

Von Schlaglöchern übersät: Die Oyther Straße. Aber wer bezahlt die Sanierung? Foto: Vechtablogger

Von Schlaglöchern übersät: Die Oyther Straße. Aber wer bezahlt die Sanierung? Foto: Vechtablogger

Das unendliche Thema Oyther Straße wird die Wahlkämpfer in Vechta im kommenden Jahr beschäftigen. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Klaus Esslinger fordert die Übernahme der maroden Landesstraße durch die Stadt. Erst dann werde die Straße grundlegend saniert werden können. Möglicherweise werden dann auch die Anwohner zur Kasse gebeten. Die örtliche SPD sieht das das Land Niedersachsen als Eigentümerin verpflichtet, Geld für eine Sanierung bereitzustellen. Darauf solle der Vechtaer Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Siemer (CDU) drängen, meint Ortsvereins-Vorsitzender Enno Götze-Taske.

Am forderen Abschnitt hat das Land für 30.000 Euro die Fahrbahn sanieren lassen. Laut CDU ein Tropfen auf dem heißen Stein. Foto: Vechtablogger

Am vorderen Abschnitt hat das Land für 30.000 Euro die Fahrbahn sanieren lassen. Laut CDU ein Tropfen auf dem heißen Stein. Foto: Vechtablogger

Damit die Oyther Straße in den Besitz der Stadt übergehen kann, muss man erst ihre  Bedeutung verringern. Und das geht nur, wenn neue Straßen die Funktion der alten übernehmen – sprich den Durchgangsverkehr aus Nordosten aufzufangen. Das ist mit der Nordspange bisher noch nicht gelungen. Nach Ansicht von CDU-Vertreter Esslinger müsste nachgeholfen werden: mit eindeutigen Wegweisern, Gewichtsbeschränkungen und so weiter.

Erst dann könnte die Oyther Straße umgewidmet werden und in den Besitz der Stadt Vechta übergehen. Nach Meinung der SPD ist das allerdings laut Rechtslage nur möglich, wenn die Straße vorher saniert wurde. Die CDU sieht das anders. Es könnten Modalitäten für eine Übernahme auch so gefunden werden. Fest steht für die Christdemokraten: “Wenn sich eine Stadt eine neue Straße wie die Nordspange bezahlen lässt, kann sie nicht gleichzeitig die alte Straße saniert bekommen”, meint Esslinger.

Der Stadtverbandsvorsitzenden der CDU fordert eine eine grundlegende Sanierung. Es mache wenig Sinn, jetzt die Fahrbahn zu sanieren, um sie in wenigen Jahren wieder aufzureißen, weil der Kanal erneuert werden müsse. Genauso müssten Rad- und Fußweg dringend erneuert werden. “Es geht dabei um sehr viel Geld.” Um wie viel, sagt er nicht. Aber es dürfte sich um einen Millionenbetrag handeln.

Hochstehende Gullideckel, kaputtes Pflaster: Der Radweg an der Oyther Straße ist in katastrophalem Zustand. Foto: Vechtablogger

Hochstehende Gullideckel, kaputtes Pflaster: Der Radweg an der Oyther Straße ist in katastrophalem Zustand. Foto: Vechtablogger

Das Geld könnte bei einer Umwidmung zur Stadtstraße mit Sicherheit auch von den Anliegern kommen. Dazu möchte die CDU zu einer Bürgerversammlung einladen, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen, kündigt Esslinger an.

Die Stadtverwaltung hält sich aus der Diskussion heraus. Sowohl eine Übernahme der Oyther Straße als auch ein Lkw-Fahrverbot seien kein Thema, sagte Sprecher Herbert Fischer auf Anfrage.

Der Vechtablogger meint: Mit der Oyther Straße muss etwas passieren. Was sind eure Vorschläge?

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10 Responses to “ Oyther Straße wird Wahlkampfthema ”

  1. südoldenburger on 30. August 2010 at 19:21

    Das ist ja eine genial Sicht der Dinge, die Herr Esslinger da aufstellt.

    Die mit und von Steuergeldern bezahlte Nordspange, die, wenn sie funktioniert, nicht nur den Anwohnern der Oyther Straße Ruhe und Entlastung bringt, wird dann quasi gegengerechnet.

    Das soll über Anliegerbeiträge ausschließlich auf dem Rücken der Anwohner der Oyther Straße erfolgen.

    Zum Glück ist solches Gedankengut nun öffentlich.

  2. Maik Asbrede on 30. August 2010 at 22:06

    Wo ich den Artikel zu lesen angefangen habe, dachte ich noch super,
    aber ab dem letzten Absatz hab ich schon wieder einen dicken Hals bekommen.
    Es kann doch nicht wirklich sein, dass unsere Stadtverwaltung sich da so raushält und das banale daran ist doch:
    “…ein Lkw-Fahrverbot seien kein Thema, sagte Sprecher Herbert Fischer auf Anfrage.”
    Ich glaube es geht nicht mehr, man sollte den Sinn der Nortangente hinterfrage…
    Eine Zumutung und Verschwendung von Steuergeldern, ebenso wie die Entlastungsstraße West (die beiden Kreisel hätten völlig ausgereicht)
    Bezüglich des Sinns der Nordtangente hab ich es heute wieder zweimal live erlebt: Heute morgen auf dem Weg von Lutten nach Oythe im Bus 693; vor uns drei LKW, der mit Vechtaer Kennzeichen fuhr rechts ab auf die Nordspange, die beiden anderen LKWs aus Minden und Steinfurt sind schön geradeaus, wie unser Bus an Sextro vorbei und der Mindener wenigstens rechts auf den Lattweg, der Steinfurter geradeaus über die Oyther Straße, und damit nicht der einzige an diesem Tag, so wie immer..
    Heute Abend, auf dem Weg mit dem Auto von Langförden nach Lutten über Holtrup, mehrere Diepholzer LKWs, die ich jeden Tag durch Lutten fahren sehe, fahren wie gewohnt schön durch Holtrup und Westerlutten richtung Goldenstedt quer durch Lutten und machen uns hier wie jeden Tag die schmale Kreisstraße kaputt: Das beste daran, die fahren natürlich nicht 50 sondern 80…

    Ein großes Lob an die Stadt Vechta für die Nordspange, die das sinnvollste ist, was ich seit Jahren in Sachen Straßenbau hier im Landkreis gesehen habe…. wenn man nicht die Oyther Straße und den Lattweg für LKW sperrt, ebenso wie die Goldenstedter/Langfördener Straße in Lutten, wird es nie eine wirkliche Entlastung durch die Nordspange geben.
    Aber ist auch nicht so schlimm, ich glaube die Holzhausener lachen sich ins Fäustchen: Sie haben jetzt endlich ne neue Straße mit beidseitigem Radweg und Fußgängerampeln und das Land hat bezahlt -> Nicht einmal zu Stoppelmarkt werden die Leute über die Straße weggeleitet… (siehe Tops&Flops-Artikel auf Stoppelblog.de)

    Freundliche Grüße vom Infrastruktur-Kenner aus Lutten !

  3. Maik Asbrede on 30. August 2010 at 22:09

    Eine kleine Frage noch an den Vechtablogger: Was hat die Stadt zum eindeutigen Umfrageergebnis bezüglich Durchfahrtsverbot gesagt ?

    • vechtablogger on 31. August 2010 at 13:47

      Bisher hat es dazu keinen Kommentar gegeben, Maik. Letztlich muss solch ein Anstoß zu einem Durchfahrverbot von politischer Seite her kommen.

  4. Florian on 31. August 2010 at 09:26

    Das Problem ist ja leider, das die Oyther Straße in naher Zukunft in die Hand der Stadt Vechta gehen wird. Also kann man sich den Zahn ziehen lassen und Glauben das das Land Niedersachen die Sanierungskosten der Oyther Straße übernimmt. Das Land wird ja nicht erst den Löwenanteil der Nordspange übernehmen und dann auch noch die Oyther Straße bezahlen mit dem Wissen das diese in die Hand der Stadt Vechta übergeht. Also werden wohl oder Übel die Anwohner leider anteilig und solidarisch die Kosten der Sanierung mit übernehmen.

    • südoldenburger on 31. August 2010 at 14:37

      @Florian
      Wo bleibt denn da die Solidarität der zahlreichen Vechtaer Bürger die von einer funktionierenden Nordspange profitieren?

      Die Anwohner der Oyther Straße haben den Lärm jahrelang klaglos ertragen und dürfen nun als Belohnung dafür die Zeche zahlen. Richtig ist das nicht. Wo bleibt der kollektive Aufschrei??????

      • Maik Asbrede on 31. August 2010 at 17:11

        Der kollektive Aufschrei bleibt wahrscheinlich im Hals stecken, bei den Zuständen…..

  5. Paul on 5. September 2010 at 11:25

    Oh man, 3 Typen diskutieren hier über die Oyther Straße – und das soll Wahlkampfthema sein? Übrigens zu den Anmerkungen mit den Kreiseln Falkenrotter Straße: selten so einen Unfug gehört. Stand letztens mit meiner Frau in einem doppelt belegten Kreisel. So lang war die Schlange, als die Schranken heruntergelassen wurden. Und das hatte nichts mit den Baumaßnahmen zu tun. Der Bau der Unterführung ist richtig und notwendig (wie auch der Bau der Norspange). Musste mal gesagt werden.

    • Maik on 6. September 2010 at 19:38

      Naja, der Stau Stadtauswärts (bzw. nach Famila/Stukenborg) ist auf jeden Fall seit Öffnung des Kreisels Geschichte…
      Das es sich vor der Bahnkreuzung staut steht außer Frage, allerdings ist dies nur einmal stündlich zwischen 20 bis 35 nach der Fall und Stau in dem Ausmaß eigentlich nur im Berufsverkehr zwischen 16 und 17:30 Uhr.
      Größtenteils liegt das auch daran, dass viele LKW und Autofahrer aus Goldenstedt/Visbek nicht auf die Nordtangente auffahren sondern irgendwann auf dem Falkenweg landen und dann rechts über die Bahnkreuzung auf die Falkenrotter Straße einbiegen.
      Aber es ist genau wie beim StadtBus nur eine Frage der Zeit bis die Auto- und LKW-Fahrer die Nordtangente nutzen werden, wichtig ist hier z.B. die Existenz der Straße in Navis….

  6. [...] daran auf, ob die mehr als 7,5 Millionen Euro teure Nordspange Sinn macht, wenn gleichzeitig die Oyther Straße für den Schwerlastverkehr geöffnet bleibt. Zumal die Umgehung über Holzhausen auch zeitleich [...]

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