60.000 Euro und ein bisschen Botox zur Bürgerparty

26. September 2010
Von vechtablogger
Tolle Zwergenshow: Die Turntruppe von SFN Vechta begeisterte die Leute. Foto: Vechtablogger

Tolle Zwergenshow: Die Turntruppe von SFN Vechta begeisterte die Leute. Foto: Vechtablogger

Wenn knapp 500 Vechtaer für einen guten Zweck feiern, kommt auch ein anständiger Betrag heraus. Mal will sich ja nicht lumpen lassen, dachten sich die Gäste der Bürgerparty im Autohaus Anders und spendeten etwas mehr als 50.000 Euro für die Bürgerstiftung. Unternehmer Paul Eckhoff wiederum sorgte für die Spende des Abends, indem er den Betrag auf 60.000 aufstockte.

Ambiente im Autohaus

Hauke Anders hatte für die Vechtaer Bürgerparty sein Autohaus ausräumen und festlich schmücken lassen. Wo sonst die Autos mit Stern stehen, saßen Politiker, Unternehmer, Medienvertreter und tatsächlich auch ein paar normale Bürger, die nicht zur Südoldenburg-Society gehören.

Den Running-Gag des Abends lieferte eine Hautarztpraxis, die zur Tombola einen Gutschein für eine Botox-Behandlung beisteuerte. Kein Wunder, dass zwei Lose gezogen werden mussten, bis sich eine Preisträgerin vor aller Augen nach vorne wagte. Aber mit Gabriele Schmidt wurde selbstverständlich eine Gewinnerin gezogen, “die es überhaupt nicht nötig hat”, wie Conferencier Andy Böske bemerkte.

Feiern für einen guten Zweck macht Spaß. Foto: Vechtablogger

Feiern für einen guten Zweck macht Spaß. Foto: Vechtablogger

Publikum bekommt Schimpfe

Der Big-Dutchman-Sprecher zeigte auch darüber hinaus ungeahnte Qualitäten als Moderator und Kalauer-König (“Unter allen Arschgeigen hier bin ich die Stradivari”). Er führte durch das Programm, das mit dem Vechtaer Jungschauspieler Fabian Oehl begann. Er wird von der Bürgerstiftung unterstützt und dankt es mit dem Monolog “Publikumsbeschimpfung”, der besser in eine Kulturfabrik als ins Autohaus gehört.

Die Activity AG des Gymnasiums Antonianum bot gekonnt Ausschnitte aus dem Hippie-Musical Hair. Am meisten Applaus bekam allerdings die Turn-Showgruppe von SFN Vechta, die eine märchenhafte Nummer mit Zwergen, bösen Königinnen und Froschkönigen hinlegte.

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9 Responses to “ 60.000 Euro und ein bisschen Botox zur Bürgerparty ”

  1. In Motion on 27. September 2010 at 00:08

    Es hat Riesenspaß gemacht bei der Party der Bürgerstiftung im Autohaus Anders aufzutreten.. Vielen Dank für die tolle Stimmung!

  2. Tasilo on 27. September 2010 at 13:17

    “In Motion” war auch wirklich gut. Respekt!
    Ansonsten hätte ich mich über mehr Bürger gefreut. Aber wahrscheinlich haben viele gedacht, man muss beitreten, wenn man da auftaucht.

  3. südoldenburger on 27. September 2010 at 14:36

    Eine durch und durch gelungene Veranstaltung. Allen Verantwortlichen und auch den zahlreichen Helfern, die man nicht gesehen hat, vielen Dank. Es war ein schöner Abend und das finanzielle Ergebnis zeigt, dass hier in Südoldenburg die Welt noch in Ordnung ist.

    • Tasilo on 28. September 2010 at 11:07

      Die Welt, lieber Südoldenburger, ist nirgendwo in Ordnung. Das glaube hier nur immer alle. Aber trotzdem war die Veranstaltung eine gute Idee.

      • südoldenburger on 28. September 2010 at 15:19

        @ Tassilo,
        das wir das biblische Paradies nicht mehr zurück bekommen ist allen Südoldenburgern, einschließlich meiner Person klar.

        Aber wenn ich mal über die Grenzen Südoldenburgs hinausschaue, so glaube ich doch, dass wir auf einer, zumindest “kleinen Insel der Glückseeligen” leben. Das jetzt einzeln aufzudröslen ist müssig und auch gar nicht notwendig.

        Die Veranstaltung hat eindruckvoll gezeigt, was hier, in Südoldenburg, alles möglich ist. Und da bin ich auch ein bisschen Stolz darauf, ein SÜDOLDENBURGER zu sein. -:))

        • Tasilo on 1. Oktober 2010 at 20:00

          Ich finde das Wort “Stolz” einfach unpassend.
          Ich sehe die Stadt, in der ich groß geworden bin, auch mit einem verklärten Blick.
          Und ich mag das Essen meiner Mutter auch besonders gern. Aber bin ich deshalb stolz darauf?
          Und wann ist man denn ein Südoldenburger? Wenn man hier geboren wurde?
          Könnte es reichen, hier zehn Jahre zu wohnen, wenn man dabei Chef von einer wichtigen Firma ist? Oder 20 Jahre? Oder müssen es doch schon 50 Jahre sein?
          Ist der Südoldenburger immer katholisch? Und immer reich?

          Du siehst, worauf ich hinaus will: Die Veranstaltung bei Anders war gut. Die Idee ist belohnt worden. Keine Frage.
          Aber diese “Wir-sind-Südoldenburger-Nummer” grenzt viele aus. Das finde ich schade.

          • südoldenburger on 3. Oktober 2010 at 15:36

            ich verstehe nicht, weshalb es anstössig ist, “ein bisschen” Stolz auf unsere Region und die Leute die hier leben zu sein???

            Der Spanier ist schließlich “Stolz wie ein Spanier” – und anderen Menschen, egal wo auf der sicherlich nicht überall schönen Welt, geht es genauso. Also – wo ist das Problem?

            Übrigens, Südoldenburger wird man z.B. nicht durch Erhebung in einen besonderen Stand oder gar durch einen Ritterschlag, mein Lieber Tasilo, sondern ist man irgendwann weil man sich so und nicht anders zugehörig fühlt. Zugehörig den Menschen und der Region. Ist doch ganz einfach. Gell??? -:))

  4. Tasilo on 5. Oktober 2010 at 10:44

    Schon okay, Südoldenburger. Das ist alles kein Problem. Zwei Menschen, unterschiedliche Erfahrungen, verschiedene Meinungen. ;)

    • südoldenburger on 5. Oktober 2010 at 16:33

      @ Tasilo,
      by the way – hast du irgendwann mal negative Erfahrungen mit Südoldenburg und/oder den Bewohnern gemacht? Würde mich rein informativ interessieren. -:))

      Ansonsten ist deine Antwort völlig i.O..

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