Mehlbolzen erreichen Wikipedia

27. Oktober 2010
Von vechtablogger
Endlich gibt es sie auch im Internet: Der Vechtablogger hat einen Wikipedia-Beitrag über Mehlbolzen angelegt. Foto: Vechtablogger

Endlich gibt es sie auch im Internet: Der Vechtablogger hat einen Wikipedia-Beitrag über Mehlbolzen angelegt. Foto: Vechtablogger

Es ist geschafft. Dank der Hilfe des Museumsdorfes in Cloppenburg und der vielen Vechtablog-Leser gibt es nun einen Wikipedia-Artikel zum Begriff Mehlbolzen.

Darin steht zum Beispiel, dass es sich beim Wort Mehlbolzen um ein abfälliges Wort handelt, wie Heinrich Wessling vom Museumsdorf Cloppenburg erklärt. Das und die relativ einfachen Zutaten ohne teure Gewürze lege den Schluss nahe, dass die weißen Kuchen einst vor allem eins waren: eine Süßigkeit für arme Leute. “Bolzen nannte man früher die Kater”, berichtet der Experte. “Und das war nicht nett gemeint.”

Brauch in der Vorweihnachtszeit

Dass die Mehlbolzen vorwiegend zu St. Martin gebacken werden, wie Leser Lokalhelden-Bernd meint, sei nicht richtig, entgegnet Wessling. “Der Martinstag wurde hier in früheren Zeiten kaum gefeiert.” Stattdessen vermutet er, dass sie vor allem zum Nikolaustag gebacken wurden, der in katholischen Gegenden einen größeren Stellenwert hatte als Weihnachten.

Zurückdatieren lässt sich der Ursprung der Mehlbolzen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, vermutet Wessling. Schriftliche Quellen dazu hat bisher wohl noch niemand ausgewertet. Aber möglicherweise wurden die weißen Kuchen (“witte Kauken”) in ganz Westfalen gebacken.

Damit der Wikipedia-Eintrag noch mehr Substanz bekommt, solltet ihr ihn mit dem, was ihr wisst, ergänzen! Dafür ist es ja schließlich eine offene Enzyklopädie. Oder ihr schreibt es einfach hier in die Kommentare.

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8 Responses to “ Mehlbolzen erreichen Wikipedia ”

  1. terx` on 27. Oktober 2010 at 16:31

    Wird garantiert wegen nicht vorhandener relevanz gelöscht.

    • Tasilo on 29. Oktober 2010 at 13:35

      Spielverderber.
      Hat man Dir eigentlich einen Teil des Namens gelöscht? Oder verstehe ich den Witz an terx´nicht?

      • terx` on 29. Oktober 2010 at 22:06

        Das war ich selber. terx ist eine Abkürzung, deren ursprünglicher Name ich so leider nicht mehr verwenden kann. (Danke, liebe schlecht recherchierende Presse!)

        • Tasilo on 1. November 2010 at 16:39

          Danke für die Antwort.
          Klingt interessant, wird aber vermutlich Dein Geheimnis bleiben und mir daher ähnlich merkwürdig vorkommen wie die Presse-Schelte im Nachsatz.
          Aber ich will gar nicht alles verstehen.

  2. Ralf Hartmann on 28. Oktober 2010 at 06:57

    ….für arme Leute, so ein Beutel Mehlbolzen ist heut zu Tage schon ganz schön teuer finde ich :-(

  3. Maik Asbrede on 28. Oktober 2010 at 20:59

    Das sehe ich auch so Herr Hartmann….

    • Steffi on 2. November 2010 at 15:08

      am besten selber backen
      schmeckt besser und ist billiger… kostet zwar etwas Zeit aber da muss man durch ;-)
      Zu hause backen wir jedes Jahr welche.. und meistens nicht nur einmal …

      • Ralf on 3. November 2010 at 10:16

        … wann kann ich mir die abholen?? ;-)

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