Drive-in-Weihnachtsmarkt eröffnet

24. November 2010
Von vechtablogger
Der befahrbare Weihnachtsmarkt in Vechta. Foto: Vechtablogger

Der befahrbare Weihnachtsmarkt in Vechta. Foto: Vechtablogger

Der vermutlich einzige befahrbare Weihnachtsmarkt der Welt eröffnet am Donnerstag (25. November) in Vechta. Das sind schlechte Zeiten für empfindliche Pferdenasen. Warwick Rex wird von einer Pommesbude verdeckt. Durch die Nüstern des Olympiapferdes wabern jetzt Wurstduft und der Geruch von Frittenfett.

Die Aufteilung ist bekannt. Von St. Georg aus gesehen rechter Hand entdecken wir Krippe und Weihnachtsbaum und die Rückseite einiger Buden. Linker Hand stehen ein Karussell, eine Getränke – und eine Frittenbude. Das sehen wir, wenn wir mit dem Auto über den Weihnachtsmarkt fahren.

Die Kraftfahrzeuge auf der Großen Straße werden wie gewohnt ins besinnliche  Weihnachtsmarkt-Ensemble einbezogen. Sie bilden die stimmungsvolle, bewegliche Lichterkette zwischen Europaplatz und Altem Markt. So sparen Marktbeschicker und Stadt Vechta eine Menge Strom.

Warnhinweis. Glühweintrinker könnten die Straße kreuzen. Foto: Vechtablogger

Warnhinweis. Glühweintrinker könnten die Straße kreuzen. Foto: Vechtablogger

Tempo 20 zum Innehalten

Außerdem können sich die vorbeifahrenden Autofahrer über das anheimelnde Angebot informieren. Was kostet in diesem Jahr die Bratwurst? Gibt es wieder eine Feuerzangenbowle? Ist das Kinderkarussell mit dem Wagen der Feuerwehr Lohne (warum eigentlich nicht Feuerwehr Vechta?) wieder da? Steht der Nachbar etwa schon wieder an der Glühweinbude?

Schließlich wollen sich Autofahrer die Zeit vertreiben, wenn es schon zum Rückstau kommt. Den verursachen die Schwellen auf der Straße, die Bauhofmitarbeiter unverschämterweise eingebaut haben. Advent ist ja die Zeit des Innehaltens. Zumindest hält endlich mal jemand das Tempo-20-Limit ein.

Vorsicht, nicht überfahren lassen!

Aber trotz Tempolimit gilt: Wenn die Besucher schon nach dem Glühweingenuss kein Auto mehr fahren dürfen, so können sie sich wenigstens betrunken auf dem Weihnachtsmarkt anhupen lassen. Oder ein Taxi direkt an die Bude bestellen.

Aber vielleicht denkt im nächsten Jahr jemand an die armen Autofahrer und baut einen Drive-in-Stand auf. “Einen Glühwein mit Schuss. Größe XL. Zum Mitnehmen, bitte!”

Stille Nacht! An der Krippe fahren die Autos vorbei. Foto: Vechtablogger

Stille Nacht! An der Krippe fahren die Autos vorbei. Foto: Vechtablogger

Der Weihnachtsmarkt hat bis zum 30. Dezember geöffnet. Das Programm findet ihr hier.

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19 Responses to “ Drive-in-Weihnachtsmarkt eröffnet ”

  1. Daniel J. Ahlers via Facebook on 24. November 2010 at 22:23

    Ich finde es super und einzigartig. So wie Vechta! :)

  2. Maik Asbrede on 24. November 2010 at 22:24

    Das finde ich total daneben.
    Wenigstens zur Jahreszeit der Besinnung sollte sich auch die Stadt besinnen, den Markt für den Verkehr zu sperren. Der Verkehr könnte ja einseitig über den neuen Markt abfließen…

  3. Maik Asbrede on 24. November 2010 at 22:26

    Außerdem wunderbar geschrieben der Artikel !

  4. Tasilo on 25. November 2010 at 10:51

    Ich finde, Maik hat recht. Die Straße muss zugemacht werden. Auch werktags! Im Grunde ist es ein Wunder, dass noch niemand überfahren wurde.
    Und, lieber Daniel: Einzigartig ist nicht automatisch toll ;-)

  5. Verena on 25. November 2010 at 11:42

    Also ich verstehe nicht, was diese Ironie soll.
    Fände es total dämlich, wegen dem Kram die Straße dicht zu machen!

    Ich finde es wirklich gut, so wie es ist!!!!!!

  6. Verena Schnieders via Facebook on 25. November 2010 at 11:44

    Verstehe nicht, was daran so SCH*** sein soll!
    Ich finde es so, wie es ist gut!
    Wir haben an der Stelle halt keine Fußgängerzone u. die Mehrheit ist ja auch dafür, dass die Große Str. bleibt, wie sie ist…

    Warum immer alles in den Dreck ziehen…
    *Kopfschüttel* ich verstehe es nicht!!!

  7. Daniel J. Ahlers on 25. November 2010 at 12:00

    Ich verstehe das Gejammer auch nicht. Die Stadt hätte ja auch mit dem Neuen Markt hinter der Bank die Gelegenheit, es ohne zwischenläufige Straße zu realisieren. Macht sie aber nicht. Warum? Weil es ok ist, wie es ist. All die Meckerer sollen doch bitte auf die Märkte ausweichen, wo schon längst eine Fußgängerzone in der Stadt existiert. Vielleicht wäre dann dort auch mal wieder was los! ;)

    Übrigens wird zum Beispiel auch der Osnabrücker Weihnachtsmarkt von befahrenen Straßen durchzogen. Dort meckert nur keiner, wohl auch, weil es andere Größenverhältnisse sind. Unterm Strich aber das gleiche Ergebnis.

    • Maik Asbrede on 15. Dezember 2010 at 22:28

      Wohl eher, weil sonst knapp 200 Parkplätze fehlen würden….

  8. Tasilo on 25. November 2010 at 17:12

    Ganz ruhig, nur weil mal jemand anderer Meinung ist, muss man ihm doch nicht gleich unterstellen, er würde nur jammern und alles in den Dreck ziehen. Das ist doch affig.
    Ich finde es zum Beispiel nun mal schöner, wenn man abends von Glühweinbude zu Glühweinbude gehen kann, ohne auf den Verkehr zu achten. Ich glaube, das würde auch keinen stören.
    Und trotzdem wünsche ich mir sonst keine Fußgängerzone in Vechta.

    • Daniel J. Ahlers on 29. November 2010 at 14:32

      Von “nur” jammern war ja auch keine Rede. :)

  9. Kiki on 26. November 2010 at 11:06

    Der Vechtaer Weihnachtsmarkt ist absolut nicht mein (persönlicher!) Geschmack. Da würde auch eine Verkehrsberuhigung nicht viel bringen. Für eine Stadt dieser Größenordnung ist der Markt einfach nur lächerlich. Vielleicht würde eine Reduzierung auf 1 oder 2 Adventswochenenden den Markt attraktiver machen, denn eins kann ich sagen… ein Touristenmagnet ist der Markt nun wirklich nicht…

  10. südoldenburger on 26. November 2010 at 14:39

    @kiki – ein Magnet ist er schon, denn sonst wäre er nicht so voll wie er nun einmal ist. Dabei ist Tourist bei mir jeder Besucher von ausserhalb.

    Lächerlich ist er auch nicht. Er ist halt halbherzig geplant und ausgeführt.

    Wenn die Stadt Mumm hätte, würde sie die Straße in diesem Bereich – für die Weihnachtszeit -sperren und mit einer vernünftigen Planung, einschl. Verkehrsführung, hätten wir den allertollsten Weihnachtsmarkt. Statt dessen knickt man wegen dem neuen Nobelitaliener, der keine Glühwein- und Würstchenbude vor seinem Restaurante haben möchte ein und plant den Weihnachsmarkt “rund um die Große Kirche”. Weil niemand an Pizza & Co, die einen freien Blick ins Gelände brauchen, gedacht hat, wurde der Kirchenbereich erst vor kurzem aufwändig saniert. Frage ist nur was macht man im Sommer? Werden die Biergärten dann auch – rund um die Kirche – verlagert? -:))

    • Kiki on 26. November 2010 at 15:55

      ..okay lächerlich ist vielleicht die falsche Wortwahl. Provinziell trifft es vielleicht besser, wobei auch das nicht die richtige Wortwahl ist, für das, was ich damit sagen will.

      • Kiki on 26. November 2010 at 15:58

        nachtrag: Mit Touristenmagnet meine ich wirklich Touristen. Der Tourismus kann von einem guten Weihnachtsmarkt profitieren, und das habe ich in Vechta noch nicht erlebt, lass mich aber gerne eines besseren belehren :-)

        • südoldenburger on 26. November 2010 at 16:44

          kiki, ich glaube das wird nix.
          touristisch haben wir hier relativ wenig zu bieten. warum soll es also jemanden aus z.B. hamburg oder gar berlin nach vechta verschlagen? und “nur” ein toller phänomenaler Weihnachtsmarkt (den es übrigens auch in der einen oder anderen art und weise fast jedem kaff gibt) wird die leute auch nicht in scharen nach vechta fahren lassen.

          all business is local – und damit ist alles gesagt. ca. 120.000 bewohner des landkreises sind doch ein prima kundenpotential. wenn die alle kommen platzt unser städtchen aus allen nähten und der markt ist rappelvoll.

  11. Lasterfahrer on 27. November 2010 at 08:06

    Ein Appell an die Autofahrer: warum müsst ihr denn überhaupt durch dieses Nadelöhr? Ich wohne in der Nähe des Reiterwaldstadions und die Strasse Am Schützenplatz ist an ca. 20 Wochenenden im Jahr gesperrt (Pferdeauktionen, Hagener Schützenfest, Flutlichtrennen etc.). Das ist zwar für mich ärgerlich, aber dann fahr ich einen kleinen Umweg und basta.
    Also liebe Autofahrer: erst denken, dann lenken.

  12. Steffi on 30. November 2010 at 15:01

    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht wo das Problem ist. Es gibt wirklich nicht viele Stände dort weswegen man ständig die Straße überqueren müsste.
    Ich finde es völlig ausreichend wenn Sonntags (so wie es ja auch gemacht wird) die Straße gesperrt wird.
    Außerdem finde ich, dass die meisten Autofahrer jawohl rücksichtsvoll fahren an dieser Stelle.. schonmal gesehen wie viele Autofharer dort Fußgänger die Straße überqueren lassen ??? Aber dann gibt es allerdings auch Menschen die einfach auf die Straße laufen..sowas finde ich auch ziemlich unverschämt ehrlich gesagt. Aber meistens wird dann ein Fehlverhalten immer auf die Autofahrer abgeschoben. Umfahren kann man an diese Stelle auch nicht wirklich jemanden…
    Der Artikel ist ganz gut aber für meinen Geschmack ein bischen zu sehr ins Lächerliche gezogen, dass man dort mit Auto langfahen kann.

  13. Maik Asbrede on 30. November 2010 at 21:25

    Lieber Vechtablogger, liebe Leser,

    ich frage mich allgemein ob man am Europaplatz nicht eine Ampel bzw. einen Fußgängerüberweg (ehemals Zebrastreifen genannt) einrichten sollte.
    Mindestens zweimal am Tag auf dem Weg vom bzw. zum Bahnhof muss ich dort die Straße überqueren.

    Gerade anlässlich des Weihnachtsmarkt-Artikels wäre das doch eine gute Idee für das nächste Thema, samt Umfrage!

  14. Besucher aus Umzu on 6. Dezember 2010 at 19:00

    Lach!

    Ich finde es super in Vechta. Wir kommen immer donnerstags aus Bakum bzw / und Lohne nach Vechta (wie auch zum SummerInTheCity) und können am alten Markt sehr gut feiern!

    Dabei halten wir uns immer an der Seite beim Markt4 / Eiscafé auf.

    Viele grüsse
    Steffi

    P.S. Dass man Vechta nicht mit Weihnachtsmärkten aus Großstädten vergleichen sollte ist doch vollkommen klar!

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