Wie viel gebe ich den Sternsingern?

8. Januar 2011
Von vechtablogger
Die Sternsinger bei der Aussendungsfeier am Samstag (8.1.2011) in der Oyther Kirche. Foto: Vechtablogger

Die Sternsinger bei der Aussendungsfeier am Samstag (8.1.2011) in der Oyther Kirche. Foto: Vechtablogger

Sie sind wieder unterwegs: Kaspar, Melchior und Balthasar. Besser gesagt deren Nachkommen. Rund 500 Sternsinger gehen am Samstagvormittag durch Vechta, um den Häusern den göttlichen Segen zu erteilen und Geld zu sammeln.

Sophia (l.) und Greta (r.) Ricken sammeln zusammen mit Gina Wellmann in Oythe. Foto: Vechtablogger

Sophia (l.) und Greta (r.) Ricken sammeln zusammen mit Gina Wellmann in Oythe. Foto: Vechtablogger

Aber wie viel? Was ist angemessen, was kann ich mir leisten? Viele Leute wissen nicht genau, wie viel sie geben sollen. “Die meisten schmeißen zwischen fünf und zehn Euro in die Büchse”, erzählt die zehnjährige Sophia Ricken, die mit ihrer Schwester Greta und Freundin Gina Wellmann in Oythe unterwegs ist. Sie habe aber auch schon erlebt, dass jemand nur 50 Cent gebe, ein anderer habe einmal 50 Euro in die Sammelbüchse gesteckt.

“Das muss jeder für sich entscheiden”, meint Birgit Hüninghake vom Organisationsteam in Oythe. Schließlich gibt es den göttlichen Segen und das Zeichen 20*C+M+B+11 auch umsonst. Die, die gar nichts geben wollten, machten in der Regel aber erst gar nicht die Tür auf.  CMB bedeutet übrigens: Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus).

Hilfe für Kambodscha

Kambodscha ist das Beispielland der 53. Aktion Dreikönigssingen und eines der ärmsten Länder der Welt. Die Menschen dort leiden immer noch unter den Folgen einer barbarischen Diktatur und eines Bürgerkrieges, heißt es vom Bistum Münster.

Auf geht´s: Die Sternsinger ziehen durch Vechta. Foto: Vechtablogger

Auf geht´s: Die Sternsinger ziehen durch Vechta. Foto: Vechtablogger

Neben Geld freuen sich die Sternsinger wie immer auch über Süßigkeiten. Allerdings haben es die Hausbewohner in den vergangenen Jahre sehr gut mit Kaspar, Melchior und Balthasar gemeint und ihnen so viel Schokolade zugesteckt, dass sie die nicht alleine essen können. “Wir sammeln die Süßigkeiten, die übrig sind und spenden sie der Lohner Tafel”, sagt Birgit Hüninghake.

Alter Brauch

Der Sternsingerbrauch  lässt sich laut Wikipedia erstmals im 16. Jahrhundert nachweisen.  Bis in das 20. Jahrhundert gingen meist arme Kinder und Jugendliche in Eigeninitiative von Haus zu Haus und sammelten Naturalien und Geld für sich und ihre Familien. Seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts gibt es die zentral gesteuerte Sternsingeraktionen des Kindermissionswerks. Gesammelt wird meist für Entwicklungshilfeprojekte.

Welchen Betrag sollte man den Sternsingern geben? Was sind eure Erfahrungen als Sternsinger? Schreibt es in die Kommentare!

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8 Responses to “ Wie viel gebe ich den Sternsingern? ”

  1. Ralf Clasen via Facebook on 8. Januar 2011 at 12:05

    Seit unser Dackel den Wolf gemacht hat, flüchten alle Kinder – egal ob Sternsinger oder Reformationstag.

  2. Reiner de Mosh on 9. Januar 2011 at 11:00

    Keinen Cent.
    Oder die Kinder behalten das Geld.
    Leider wurden zu meiner Zeit(ca.1952)
    die Sternensingergelder von der kath.Kirche unterschlagen
    Es wurde für ehemalige Nazis ausgegeben.
    Die Rattenlinie(Flucht für Eichmann&Co)kostete viel Geld.
    Heute reisen viele Pfarrer in der Weltgeschichte herum.
    Nicht zu helfen,sonder nur zu missionieren.

    • Tasilo on 10. Januar 2011 at 13:22

      Falls das stimmen sollte …. ist das noch immer kein Grund, den Kindern heute nichts zu geben.
      Ich finde die Aktion gut und unterstütze sie mit 20 oder 25 Euro.

    • vechtablogger on 10. Januar 2011 at 15:42

      @Reiner: Na, ob das so stimmt???

  3. Florian on 10. Januar 2011 at 14:38

    Wir geben auch um die 20 Euro und für die Kids was Süsses. Den “Naziquatsch” können die Kinder von heute doch nicht ausbaden…

  4. Nico on 6. Januar 2013 at 11:04

    Geht’s noch? Die kleinen Gören melden sich das ganze Jahr nicht und dann wollen sie auch noch Geld. Ich gebe ihnen maximal 2€

  5. Mariah Ponti on 18. Februar 2013 at 14:44

    Den Kindern gehört die Gabe.
    Bestätige Rainer seinen Bericht.
    Das Geld wird oft für Überseereisen mancher
    Priester ausgegeben.

  6. JOjO on 22. Oktober 2013 at 12:09

    Den Kindern gebe ich was süßes, für die Kirche würde ich keinen Cent spenden. Bin schon lange ausgetreten und diesen Verein würde ich noch nicht mal mit 1 Euro unterstützen, dabei bin ich ein Mensch der sonst viel spendet

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