Neue Anläufe bei Jugendbeteiligung

18. Januar 2011
Von vechtablogger
Das Logo von Speakout, dem Jugendforum von Sebastian Ramnitz.

Das Logo von Speakout, dem Jugendforum von Sebastian Ramnitz.

Der erste Versuch war gescheitert, jetzt probiert die Stadt Vechta erneut, die Jugendlichen und ihre Wünsche abzufragen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Unterdessen hat der Contra-Vorsitzende und angehende Erzieher Sebastian Ramnitz einen eigenen Versuch bei Facebook gestartet – mit Erfolg. Bis zu 20 Forenbeiträge hat er in den vergangenen zehn Tagen gesammelt. Speak Out nennt er das Forum. In der Beschreibung fordert er die Jugendlichen unmissverständlich auf: “Was ist in Vechta ok und was ist für’n Arsch? – Sag uns deine Meinung!” Auch in der VEC-Community bietet er das Diskussionsforum an.

H&M und New Yorker fehlen

Beim Thema Shopping sind sich fast alle einig: Es fehlen H&M und New Yorker. Beim Hallenwellenbad vermissen viele Jugendlichen das Strandfeeling und einen Sprungturm. Den Stadtbus finden nicht alle toll, einige meinen, er sollte auch nachts fahren. Die Innenstadt zu überdachen, finden alle sinnlos, dann schon lieber kostenloses W-Lan in der gesamten Innenstadt. Dagegen stoßen Themen wie Oldenburgische Volkszeitung, Kino und Atomkraft auf fast gar kein Interesse.

“Die Jugendlichen sollen sich endlich auf einfache Weise beteiligen können”, betont Ramnitz. Dafür sei Facebook genau die richtige Plattform. Recht hat er! Schließlich sind sie ohnehin schon dort. Nach ein paar Monaten möchte Ramnitz die Beiträge der Jugendlichen auswerten und der Stadt Vechta vorstellen.

Treffen mit dem Bürgermeister

Bereits kurz vor Weihnachten trafen sich im Gulfhaus rund 40 Jugendliche aus Vechta und Langförden im Alter von 13 bis 21 Jahren mit Bürgermeister Uwe Bartels, Stadtjugendpflegerin Katrin Naber und der Geschäftsführer des Gulfhauses, Ludger Hausfeld, um ebenfalls über das Angebot für Jugendliche in der Stadt zu sprechen. Ein Treffen im Sommer zu dem Thema war gescheitert, weil kein Jugendlicher gekommen war.

Laut eines Stadtsprechers wünschten sich die Jugendlichen bei diesem Treffen verbesserte Busverbindungen, zum Beispiel nach Langförden,  kostenloses W-LAN für die Stadt und mehr Verkehrsberuhigung, zum Beispiel vor dem Gymnasium Antonianum. Bemängelt worden seien überfüllte Schulbusse, fehlende Jugendangebote auf dem Weihnachtsmarkt und einige Radwege.

Jetzt soll es Arbeitsgruppen geben, in denen die Ergebnisse weiter entwickelt werden.

Wie findet ihr die beiden Ansätze, die Jugendlichen zu beteiligen?

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8 Responses to “ Neue Anläufe bei Jugendbeteiligung ”

  1. Christian Tombrägel via Facebook on 18. Januar 2011 at 16:53

    Arbeitsgruppen als Forum für Jugendliche? Das klappte vielleicht in den 80ern, als es noch nicht die Möglichkeit des Internets gab. Heute sollte man die jungen Stadtverbesserer lieber da abholen, wo sie sich tummeln: Facebook, VEC-Community & Co.

  2. terx` on 18. Januar 2011 at 21:29

    Uff, erinnert mich an meine Gespräche mit der Stadt. Die Ideen sind ja da, nur die Umsetzung scheitert meistens an einem Punkt: “mangelndes Interesse”.

    Hoffentlich taugt die Aktion bei Facebook, sodass die Stadt deutlicher merkt dass an vielen Ideen mehr Interesse besteht als angenommen. Um es anders auszudrücken: Gefällt mir!

    • vechtablogger on 19. Januar 2011 at 09:56

      @terx: Was für ein Projekt hattest du denn vor mit der Stadt? Kannst mir das gerne auch per Mail schreiben, wenn es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein soll: info@vechtablog.de

  3. Maik Asbrede via Facebook on 18. Januar 2011 at 21:43

    @Terx’ Wenn die Stadt auf Zack wäre, wäre sie mitlerweile auch im Web 2.0 sprich als Seite auf Facebook oder Twitter vertreten.
    Aber anscheinend schlafen die Verantwortlichen.
    Hoffentlich erreichen wir damit wirklich mal etwas…

    • Tasilo on 19. Januar 2011 at 13:11

      Im Internet in den sozialen Netzwerken vertreten zu sein, ist schon mal gut. Daumen hoch.
      Dann muss natürlich auch überprüft werden, was an den Ideen dran ist, was sich daraus machen lässt. Klar, das Internet ist keine Wunschbörse und Uwe Bartels nicht Bibo Blocksberg. Die Stadt kann keine Bar eröffnen oder H+M holen, aber die Kaufleute können an den Einträgen der Jugendlichen ablesen, was fehlt – vielleicht kommt dann ja mal jemand auf die Idee, sein Sortiment zumindest in Teilen anzupassen.
      Und die Stadt Vechta? Die sollte sich generell mal trauen, sich mit dem Internet anzufreunden. Und das heißt: Mehr machen, als News via SMS zu verschicken. Bei der Bombenentschärfung vor mehr als einem Jahr war das nützlich; dann wurde es lächerlich.

  4. Maik Asbrede on 23. Februar 2011 at 14:04

    Gibt es in Vechta eigentlich gar kein Jugendforum, dass man mit dem der Gemeinde Goldenstedt vergleichen könnte ?

  5. Malte Lindenthal on 24. Februar 2011 at 19:06

    War schonmal im Gespräch und es hang auch schonmal so ein Zettel dafür aus, aber es ist kaum jemand gekommen desswegen: Eingestampft.

    Ich wollte erst hingehen aber mit der Zeit hab ich es halt vergessen..

  6. Maik Asbrede on 24. Februar 2011 at 19:47

    Die Stadt sollte einen neuen Versuch starten.

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