Der Friedensgipfel von Lutten

17. März 2011
Von vechtablogger
Politische Talente müssen gefördert werden: Bürgermeister Willibald Meyer (r.) möchte den Schüler Maik Asbrede gerne unter seine Fittiche nehmen, auch wenn dieser lieber nicht zu Goldenstedt gehören möchte. Foto: Vechtablogger

Politische Talente müssen gefördert werden: Bürgermeister Willibald Meyer (r.) möchte den Schüler Maik Asbrede gerne unter seine Fittiche nehmen, auch wenn dieser lieber nicht zu Goldenstedt gehören möchte. Foto: Vechtablogger

Maik Asbrede hat mit seiner Initiative “Lutten zu Vechta” für großen Wirbel im Netz und darüber hinaus gesorgt. Goldenstedts Gemeinde-Bürgermeister Willibald Meyer war darüber gar nicht begeistert. Dennoch möchte er den 17-jährigen Schüler aus Lutten  politisch fördern. Obwohl Maik lieber zu Vechta gehören möchte, bot ihm der Goldenstedter Bürgermeister an, an einem Patenschaftsprogramm der Jungen Union, zu der Maik gehört, teilzunehmen.  Maik wiederum hat zugesagt, sich für die Wahl zum Goldenstedter Jugendparlament im Herbst aufstellen zu lassen. So ging das Treffen zwischen dem Schüler und dem Bürgermeister friedlich zu Ende.

Harte Bemerkungen

“Einige deiner Bemerkungen haben mich wirklich sehr getroffen”, betonte Meyer beim Kaffee im Bürgermeister-Wohnzimmer. Zum Beispiel, dass das Beste an Lutten die Nordwestbahn nach Vechta sei. Schließlich erinnert sich Meyer noch gut an die Zeit vor mehr als 30 Jahren. Vor der kommunalen Gebietsreform, als Lutten nach Goldenstedt eigemeindet wurde, habe es heftige Proteste gegeben. Umso mehr sei er erschrocken gewesen, dass diese Wunden auch bei einem Jugendlichen vorhanden seien. Besonders die Dynamik der Diskussion im Vechtablog habe ihn verwundert.

Vechta liegt näher als Goldenstedt: Einer der Gründe, warum für Maik Asbrede Lutten lieber zur Kreisstadt gehören sollte. Foto: Vechtablogger

Vechta liegt näher als Goldenstedt: Einer der Gründe, warum für Maik Asbrede Lutten lieber zur Kreisstadt gehören sollte. Foto: Vechtablogger

Maik macht trotzdem weiter

Meyer machte klar: Die von Maik geplante Unterschriften-Sammlung in Lutten werden keinen Erfolg haben. “Das Thema ist seit 30 Jahren durch.” Aber wenn er es wünsche, werde er ihm gerne Tipps geben, wie man eine Unterschriftensammlung so gestaltet, dass sie von einer Behörde – in diesem Fall das Landesinnenministerium – auch angenommen wird.

Maik räumte ein, dass seine Aktion kaum Aussicht auf Erfolg habe. Dennoch will er es versuchen. “Ich fühle mich einfach nicht als Goldenstedter.” In den Osterferien will mit seinen Freunden von Tür zu Tür gehen und die Lutter Bürger befragen, was sie von einem Anschluss an Vechta halten und was man sonst alles in der Gemeinde verbessern könnte.

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27 Responses to “ Der Friedensgipfel von Lutten ”

  1. Basti on 17. März 2011 at 18:52

    Mal wieder ist eine Diskussion im bürokratischen Sand verlaufen…
    Aber schön, dass der Bürgermeister eine Parteipatenschaft übernehmen will, ein fairer Gewinner!

  2. Georg Rosenbaum via Facebook on 18. März 2011 at 16:48

    Ist ja Quatsch, dass man sich als Lutter wie ein Goldenstedter fühlen soll. Verlangt doch auch niemand. Genauso, wie man sich als Lutter kaum als Vechtaer fühlen wird, wenn es dort eingemeindet wäre. Umgekehrt werden die Vechtaer einen Lutter auch nie als Vechtaer ansehen, sondern einen vom Dorf. Es ist ganz vernünftig, zu seinem Dorf zu stehen. Das hat aber weniger damit zu tun, wo es verwaltet wird, sagt einer aus Bakum. In Bakum gibt es ja 14 Bauerschaften. Ein Lüscher wird sich niemals als Bakumer fühlen. Und das Lutten nicht selbständig wird, steht ja sowieso nicht zur Diskussion ….

  3. Tasilo on 18. März 2011 at 20:35

    Trotzdem ist es gut, dass die kleinen Könige im Kreis wie W. Meyer sehen, wie das junge Wahlvolk denkt. Darauf kann man sich dann einstellen ;-)

  4. Malte on 19. März 2011 at 01:17

    ” “Einige deiner Bemerkungen haben mich wirklich sehr getroffen”, betonte Meyer beim Kaffee im Bürgermeister-Wohnzimmer. Zum Beispiel, dass das Beste an Lutten die Nordwestbahn nach Vechta sei. ”

    Pure Heuchelei, als ob Herr Meyer so für Goldenstedt einstehen würde, das ihn das so treffen könnte. So wurde mal wieder die Meinung eines Einzelnen zu Grunde gestampft, und der aktive Bürger wird zur Verhamlosung in ein politisches Amt (wenn man das überhaupt so nennen kann) der “verfeindeten” Gemeinde gesteckt, ohne das gemerkt wird, das man ganz klar von einem politisch erfahrenen Herren beeinflusst wird.

    Ich hätte ein wenig mehr Rückgrat und Schlagfertigkeit erwartet, damit ein so engagiertes Projekt nicht schließlich im Sand verläuft und der Initiator seine selbstbegründete “0 Chance” Einstellung ausfährt. Entweder anfangen und durchziehen, oder einfach still sitzen bleiben und nichts sagen, denn wenn man etwas anfängt muss man es auch durchziehen, ansonsten wird das schnell zur Lachnummer.

    Das war jetzt meine Kritik, und mir ist es letztendlich auch egal, ob Lutten zu Vechta gehört oder nicht, die Luttener sollen das für sich entscheiden. Aber ich denke doch, das du Maik, die “Krallen” hättest mehr ausfahren sollen, und Offensiver hättest sein sollen.

  5. pressesprecher on 19. März 2011 at 13:40

    Leider ist genau das auch ein Kritikpunkt meinerseits.
    Ein bewährtes Mittel in der Politik, Querdenker zu zähmen, ist es immer wieder, ihnen scheinbar entgegenzukommen, sie mit Versprechungen und hoffnungsvollen Aussichten auf eine politische Karriere in die eigenen Reihen zu integrieren und sie dann nach und nach aufgrund von “Sachzwängen” zum Schweigen zu bringen.
    Ich bin sehr gespannt auf die Förderung Maiks durch Willibald Meyer. Vielleicht will er ihn ja gar als seinen Nachfolger aufbauen. Wir dürfen gespannt sein.
    Schön ist es, einen Freund und Förderer gefunden zu haben. Schön ist es auch, einen Schützling und Eleven unter seine Fittiche nehmen zu können. Oder sind hier gar ganz andere Motive im Spiel?

  6. Maik Asbrede on 19. März 2011 at 15:31

    Entgegen ihrer Bedenken, Ich werde die Idee nicht so leichtfertig aufgeben, nur weil Herr Meyer mir eine Unterstützung in Aussicht stellt – Dass die Chancen sehr gering sind weiß ja wohl jeder, denn selbst als man 1974 die Wahl hatte Lutten zu Goldenstedt, Langförden, Visbek oder Vechta anzuschließen wurde gegen den Bürgerwillen, der eindeutig für den “Stadtteil Vechta-Lutten” war, entschieden – Trotz groß angelegter Protestaktionen der Bevölkerung.
    Im Artikel ist meine Sichtweise nach dem Gespräch auch beschrieben:

    “Maik räumte ein, dass seine Aktion kaum Aussicht auf Erfolg habe. Dennoch will er es versuchen. “Ich fühle mich einfach nicht als Goldenstedter.” ”

    -außerdem ist es klar, dass ich mich über die Förderung durch einen Bürgermeister sehr freue, von Vechtaer Seite kam bis jetzt kein Politiker auf mich zu, dass muss man Willibald Meyer daher positiv anrechnen!

    • pressesprecher on 20. März 2011 at 00:00

      “Von Vechtaer Seite kam bis jetzt kein Politiker auf mich zu.” – Wenn du das so siehst …
      Ich glaube schon, dass es so nicht ganz richtig ist.
      In der Sache “Lutten” hast du sicher recht. Denn das ist nicht unsere Sache, sondern eher die Sache der Lutter. Aber das Angebot steht weiterhin!

      • Maik Asbrede on 20. März 2011 at 11:36

        Das ist mir bewusst.
        Ich bedanke mich auch sehr dafür, dass “WirFÜRVechta” auch ein offenes Ohr für Ideen hat, die von Leuten kommen, die nicht zum potentiellen Wähler gehören, da sie nicht in der Stadt Vechta wohnen, sondern außerhalb !

  7. Marius Meyer on 19. März 2011 at 21:55

    @Malte: ”’Einige deiner Bemerkungen haben mich wirklich sehr getroffen”, betonte Meyer beim Kaffee im Bürgermeister-Wohnzimmer. Zum Beispiel, dass das Beste an Lutten die Nordwestbahn nach Vechta sei.’

    Pure Heuchelei, als ob Herr Meyer so für Goldenstedt einstehen würde, das ihn das so treffen könnte. So wurde mal wieder die Meinung eines Einzelnen zu Grunde gestampft, und der aktive Bürger wird zur Verhamlosung in ein politisches Amt (wenn man das überhaupt so nennen kann) der “verfeindeten” Gemeinde gesteckt, ohne das gemerkt wird, das man ganz klar von einem politisch erfahrenen Herren beeinflusst wird.”
    Was hat das denn mit Goldenstedt zu tun? Der Spruch geht nicht gegen Goldenstedt, sondern gegen Lutten!

    Und ich vestehe nicht, was daran schlecht sein soll, Maik für ein politisches Engagement gewinnen zu wollen. Erst werft ihr den Politikern vor, Jugendliche nicht ernst zu nehmen, dann, dass sie eure Mitarbeit wünschen…?

    Und was soll die harte Kritik an Maik? Er hat doch angekündigt, weiter machen zu wollen.

  8. Malte Lindenthal on 20. März 2011 at 01:21

    Ey Maik, jetzt mal im Ernst, es geht nicht darum das ein Politiker auf dich zukommt, sondern das du deinen Wunsch, Lutten nach Vechta einzugemeinden, mit aller Kraft durchsetzen zu versuchst. Du hast diese Initiative schließlich ins Leben gerufen, und wenn du jetzt sagst, du “weißt” das diese Initiative sowieso keine Chance auf Verwirklichung hat, mutiert das ganze jetzt langsam zur Lachnummer. Wieso fängst du sie dann überhaupt an, wenn du selbst nicht daran glaubst?

    Und überhaupt, wieso möchtest du überhaupt das ein Politiker auf dich zukommt? Du bist doch ein eigenständiges Lebewesen, und nicht mehr auf die Hilfe von fremden Leuten angewiesen. Vor allen nicht von einem Bürgermeister, der dich doch ganz offensichtlich “unschädlich” machen will, indem er dich unter seine “Fittiche” nimmt.

    Und ich werfe Politikern nicht vor, das sie unsere Mitarbeit wollen; ich werfe ihnen lediglich vor, das sie diese Mittel dazu missbrauchen, Personen auf einen anderen Pfad zu bringen und sie damit gehorsam zu machen, das auch noch bei Leuten anzuwenden die ohnehin leicht beeinflussbar sind.

    Ausserdem war es keine besonders harte Kritik, es war eine angebrachte Kritik, die man sich auch zu Herzen nehmen sollte, denn ich zeige ihm hier das Gefühl eines weitesgehend Aussenstehenden. Für mich macht er sich damit unglaublich Unglaubenswürdig.

    • pressesprecher on 20. März 2011 at 21:18

      Hi Malte,
      du hast sicher recht mit der Annahme, dass das Unter-die-Fittiche-nehmen eine publikums- und öffentlichkeitswirksame Methode sein kann, Leute mundtot zu machen.
      Aber das ist sicher nicht in jedem Fall so.
      WirFÜRVechta hat genau das Gegenteil im Sinn: Bei uns sind alle Bürgerinnen und Bürger gern gesehen, die Ideen haben und interessiert sind.
      Was uns von den anderen im Wesentlichen unterscheidet, ist, dass bei uns jeder Sitzungsteilnehmer SEINE EIGENE MEINUNG vertreten kann. Ist man sich nicht einig – und das kommt oft vor bei kontroversen Diskussionen, dann wird eben abgestimmt. Am spannendsten aber finde ich, dass für uns Fraktionszwang oder Meinungszwang Fremdwörter sind. Wir lassen uns von niemandem vor den Karren spannen und spannen selber auch niemanden davor. Das ist das wesentliche Merkmal unserer freien Wählergruppe.
      Leider jedoch geistert immer noch das Bild der Lemminge (sie sollen sich ja angeblich kollektiv in den Abgrund stürzen) in den Köpfen der meisten herum, die bisher – zu recht übrigens – von der Parteiarbeit der etablierten Parteien enttäuscht sind. Bei uns wird man keine Lemminge finden.
      Aber bevor man sich darüber ein Urteil erlaubt, sollte man mal reinschauen.
      Es geht nämlich wirklich anders!

      • Malte Lindenthal on 21. März 2011 at 16:37

        Ich denke ich habe mich wohl zu stark verallgemeinert.

        Es geht mir um Politiker wie Herr Bürgermeister Meyer. Ich weiß das es auch vernünftige Leute gibt und nicht jeder solche Methoden anwendet.

        Gut das mir das gerade mit den “Lemmingen” erklärt wurde. Ich denke die wird es immer geben, Mitläufer etc., die nur ihr Geld mit dummen Gefaßel verdienen wollen.

        • Marius Meyer on 21. März 2011 at 17:07

          @Malte, auf welche Erfahrungen stützt du dich denn in deiner Behauptung, dass Willibald kein vernünftiger Politiker ist, der fragwürdige Methoden anwendet?

          @pressesprecher: Was für ein verallgemeinender Blödsinn, Parteimitglieder als Lemminge zu verunglimpfen. Ich bin Partei-Mitglied (SPD), habe aber trotzdem meine eigene Meinung, die ich auch gegen parteiinternen Widerstand vertrete und mit der ich meine Partei auch schon beeinflusst habe.

          Klar ist Parteiarbeit oft zäh, frustrierend und schwierig, aber man kann eben auch in die Partei hineinwirken. So habe ich vor ein paar Jahren für die Juso-Hochschulgruppen einen Kriterien-Katalog entwickelt, den Burschenschaften erfüllen müssen, damit ihre Mitglieder auch Mitglieder der Juso-HSGn sein dürfen. Kurze Zeit später floss dies in den Unvereinbarkeitsbeschluss der Gesamt-SPD ein. Auf lokaler Ebene haben wir Juso-HSGler mal einen Bundestagskandidaten durchgesetzt, der mit unserem Programm am besten übereinstimmte – und der dann auch direkt in den Bundestag gewählt wurde.

          Bei Gruppen wie “Wir für Vechta” (so stelle ich es mir wenigstens vor) kann man dagegen schön lokalpolitisch-populistisch auf den Tisch hauen – und das war’s dann.

          • Marius Meyer on 21. März 2011 at 17:14

            Es muss natürlich heißen “…dass Willibald ein unvernünftiger Politiker ist, der fragwürdige Methoden anwendet?”

          • pressesprecher on 21. März 2011 at 18:30

            Hallo Marius,
            “lokalpolitisch-populistisch auf den Tisch hauen – und das war’s dann.” Das ist eine zu einfache Sichtweise und zeigt, dass du dich mit dem, was wir tun, noch nicht richtig auseinandergesetzt hast. Klar sind wir in der Lokalpolitik tätig – genau darum geht es uns. Es ist das Bestreben, vor Ort den Lebensraum der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig und verantwortungsbewusst, sachorientiert und vor allem transparent mitzugestalten. Aus diesem Grund versuchen wir, alles, was für die Bürgerinnen und Bürger von Belang sein könnte, im Internet öffentlich zu machen. Was daran populistisch sein soll, verstehe ich allerdings nicht.
            Ich freue mich für dich, wenn der Vergleich mit den Lemmingen bei euch im Verband nicht zutrifft. Ja, ich gebe zu, dass ich da verallgemeinert habe offensichtlich.
            Interessant ist aber doch, dass es einige (vielleicht sogar viele) gibt, die ihrer Parteileitung so sehr glauben, dass sie sich eine eigene kritsiche Meinung gar nicht mehr leisten wollen. Einigen wir uns darauf, dass es sie gibt und dass da dann der VErgleich mit den Lemmingen zutreffen würde. Vielleicht trifft man sie vor allem dort, wo man sich um ein sicheres Stimmenpolster aus der Bevölkerung schon seit Jahrzehnten keine Sorgen mehr machen muss. Könnte ja sein.

          • Marius Meyer on 21. März 2011 at 18:50

            Wenn die Ursache für solche Lemminge, so es sie gibt, in sicher geglaubten Stimmenpolstern liegt, dann dürfte das bald eine aussterbende Spezies sein… Allerdings dürfte es sie dann in Vechta tatsächlich massenhaft geben ;)

          • pressesprecher on 21. März 2011 at 19:21

            Ich sehe, wir verstehen uns ;-)

      • Marius Meyer on 21. März 2011 at 17:11

        …übrigens hat Maik schon vor dem Gespräch mit Willibald in Diskussionen eingestanden, dass die Aktion wenig Erfolg auf Umsetzung hat. Ihm da jetzt ein Umfallen anzukreiden, ist Blödsinn.

        • Maik Asbrede on 22. März 2011 at 06:38

          Danke, dass Du dass auch noch einmal klarstellst.
          Anscheinend wird hier echt angenommen dass ich auf einmal manipuliert bin…

          • Jango on 22. März 2011 at 23:03

            Nicht manipuliert… GEHIRNWÄSCHE!!

            Wieeeso Maik, wieso tust du uns das an???

  9. Maik Asbrede on 20. März 2011 at 11:33

    Ich wiederhole noch mal, was ich bereits sagte: Ich gebe nicht auf, ich mache weiter, steht auch dick und Fett in der Überschrift des letzten Absatzes.
    Mir ist bloß bewusst geworden, dass die Chancen sehr GERING sind (NICHT KOMPLETT UNMÖGLICH !!!) , da mir Herr Meyer eindrucksvoll geschildert hat welche Ausmaße die Proteste 1972-74 hier hatten und trotzdem gegen den Willen der Bevölkerung entschieden wurde, da das Weber Abkommen die einzige Ausgangslage war.
    Daher sehe ich das so: Solange Goldenstedt unter 5000 Einwohner hat, ist es UNMÖGLICH, “Lutten zu Vechta” zu verwirklichen, denn nach dem Weber Abkommen müssen Gemeinden in Niedersachsen mindestens 5000 Einwohner haben.

    Ich werde weitermachen, dass mich Herr Meyer fördern will ist ja schön und gut, eine andere Möglichkeit bleibt mir ja auch nicht, denn in Vechta gibt es ja nicht mal ein Jugendparlament (noch nicht).
    Sobald es in Vechta ein Jugendparlament gibt, werde ich einer der ersten sein, die sich bewerben.

    Deshalb finde ich es nicht richtig, meine Initiative als Lachnummer zu bezeichnen, mir ist bloß einfach klarer geworden, dass das alles nicht so einfach ist. Daher mache ich ja trotzdem noch die Unterschriftenaktion/Bürgerbefragung -> Wenn der Bürgerwillen in Lutten ist, nach Vechta zu kommen, ist doch alles getan. Wenn am Ende rauskommt, dass der Großteil gegen die ganze Sache ist, dann darfst du das gerne als Lachnummer bezeichnen – Allerdings gehe ich eher von einem Großteil für PROVechta aus, da ja bereits vor 36 Jahren diese Eingemeindung gefordert wurde.

    • Marius Meyer on 22. März 2011 at 00:10

      Ich fürchte, du hättest auch keine Chance, wenn Goldenstedt mehr als 5000 Einwohner hätte. Denn das Gutachten wurde in den 70ern unter anderen Umständen erstellt, als es heute gibt. Denn inzwischen hat sich die Einnahmesituation der Gemeinden stark verschlechtert, während ihre Aufgaben massiv ausgeweitet würde. Wenn das Gutachten nach den gleichen Maßstäben erstellt würde, käme es wahrscheinlich zu dem Schluss, dass eine Gemeinde deutlich mehr Einwohner braucht. Und es würde wahrscheinlich neu erstellt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man heute für den Zuschnitt von Gemeinden ein unverändertes Gutachten aus den 70ern zugrunde legen würde.

  10. Maik Asbrede on 20. März 2011 at 14:02

    Darüberhinaus möchte ich die Ernsthaftigkeit meiner Initative noch einmal dadurch verdeutlichen, dass ich mir extra “historisches Material aus den 1970er und 1980er Jahren in Form von Fotomontagen und Zeitungsartikeln besorgt habe.

    Zu finden sind diese für alle Interessierten auf der Facebook-Seite der Initative unter dem Punkt “Fotos” :

    http://www.facebook.com/LuttenZuVechta

  11. Philipp on 20. März 2011 at 17:48

    „Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.“ (Friedrich Hebbel)

    Ich finde, das ist gesunder Realismus. Aber es ging hier von Anfang an vordergründig um die Identität und die Selbstwahrnehmung der Luttener. Daher beweist Maik gerade in dieser Hinsicht schon wieder Gradlinigkeit und schafft erneut Bewusstsein für diese Frage. Es scheint ja genug Leute zu geben, die etwas zu dem Thema zu sagen haben, wie man in den vorangegangenen Beiträgen und auf Facebook sieht.

    Ob diese Änderung verwaltungstechnisch Vorteile mit sich bringt, ist ein weiteres Thema. Meiner Meinung nach wird er dem hier mit der nötigen Zurückhaltung gerecht.

    Und mit Willibald wird Maik auch klarkommen, da bin ich mir sicher.

  12. Malte Lindenthal via Facebook on 22. März 2011 at 23:01

    Verdammt ich bin hier nicht richtig, ich fühle mich einfach nur als Mensch!

  13. Maik Asbrede via Facebook on 23. März 2011 at 07:05

    @Georg – Lüsche und Bakum waren aber auch nie getrennte Gemeinden. Selbst Willibald Meyer sagte auf dem Treffen “Ich kenne heute noch Leute aus Lutten, die das Lenkrad nicht Richtung Goldenstedt drehen können….”

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