Mädchen verwüsten Wohnhaus

29. März 2011
Von vechtablogger

Das Rätselraten um das unter Wasser gesetzte Wohnhaus an der Robert-Bosch-Straße ist vorbei. Hinter den schlimmen Wasserschäden und der völlig zerstörten Einrichtung stecken zwei Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren. Das berichtet die Polizei.

Demnach hatten die beiden Kinder am 25. Februar mit einem Stein die Terrassentür eingeworfen, um auf die Toiletten zu gehen. Im Wohnhaus kamen die beiden auf die Idee, “das Haus in Unordnung zu bringen”. So habe es eins der Kinder bei der Vernehmung der Polizei gesagt.

Dieser Streich endete in der totalen Zerstörung des Hauses. Denn die beiden verstopften die Waschbecken mit Kleidungsstücken und drehten die Wasserhähne auf.

Eine von der Versicherung in Aussicht gestellte Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter hatte zu keinen Reaktionen seitens der Bevölkerung geführt. Die beiden wurden von der Polizei als Täter ermittelt. Ein Kind hat die Tat bereits gestanden. Strafrechtlich können die Kinder nicht belangt werden, dafür müssten sie mindestens 14 Jahre alt sein. Ob die Kinder oder deren Eltern zivilrechtlich haftbar sind, ist unklar.

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9 Responses to “ Mädchen verwüsten Wohnhaus ”

  1. Georg Rosenbaum via Facebook on 29. März 2011 at 14:37

    Au ha, Kinder! Was hat die geritten? Langeweile? Abenteuerlust? Wo waren die Eltern? Wie konnte das unbemerkt geschehen? Fragen über Fragen, die offen bleiben für den Journalisten ….

  2. vechtablog.de via Facebook on 29. März 2011 at 14:48

    Weiß jemand, ob die Kinder bzw. deren Eltern haftbar gemacht werden können? Strafrechtlich können sie jedenfalls nicht belangt werden.

    • Heiner Olberding on 29. März 2011 at 15:50

      Hallo, ich glaube nicht….. Habe im TV mal einen vergleichbaren Fall gesehen…
      10jährige hat bewußt Kratzer am Auto gemacht….. Opfer blieb auf Schaden sitzen…….
      Da würde ich sdagen: Ganz dumm gelaufen für den Eigentümer……. Dann lieber einen Rohrbruch… :-)

  3. Tasilo on 29. März 2011 at 16:34

    Vielleicht sind die Eltern so nett und bieten dem Eigentümer von sich aus Hilfe an. Immerhin waren die Kinder so gut erzogen, dass sie sich ein Klo gesucht haben und nicht einfach so in einen fremden Garten pinkeln wollten. Wobei … das wäre besser gewesen ;-)

  4. pressesprecher on 29. März 2011 at 17:33

    Hab mich mal umgesehen:
    § 832 BGB
    “(1) Wer kraft Gesetzes zur Führung der Aufsicht über eine Person verpflichtet ist, die wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geistigen oder körperlichen Zustandes der Beaufsichtigung bedarf, ist zum Ersatze des Schadens verpflichtet, den diese Person einem Dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn er seiner Aufsichtspflicht genügt oder wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden sein würde.”

    Das Verwaltungsgericht Koblenz (24.03.2004 – Az.: 2 K 2208/03.KO) machte einen neunjährigen Jungen für einen von ihm gelegten Brand verantwortlich. Der Schüler muss die Feuerwehrkosten zahlen. Der Täter hatte im Sommer 2002 vor einer Scheune einen Strohhalm angezündet, der zu Boden fiel. Daraufhin war der Schuppen in Brand geraten. Zahlreiche Feuerwehrleute waren danach stundenlang mit Löscharbeiten beschäftigt. Die Kosten in Höhe von rund 20.500 Euro wurden dem Jungen in Rechnung gestellt. Die Eltern des Jungen klagten dagegen. Die Argumentation der Eltern, dem Neunjährigen habe die Einsicht in die Gefährlichkeit seines Tuns gefehlt, wies das VG zurück.

    Quelle: http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/haftung.htm

    Hilft das weiter?

  5. Johannes on 29. März 2011 at 20:24

    Es kommt ganz auf die Auslegung des Richters an. Es ist richtig, dass man Strafrechtlich keine Folgen zu erwarten hat, zivilrechtlich jedoch auch die Kinder, bzw. Stellvertretend die Eltern zu Schadensersatzleistungen in Haftung genommen werden können.
    Es spielt zum einen der Vorsatz eine Rolle ( Und den hatten sie ja scheinbar) und zum anderen die Einsichtsfähigkeit, welche man auf dieser Basis nicht einschätzen kann + diverse andere Individualitäten.
    Beispielsweise könnte man den Mädchen Verhaltensauffälligkeiten attestieren, was dazu führt, dass die Eltern aufgrund einer Aufsichtspflichtsverletzung belangt werden können..
    In einem so komplexen Fall, bei so geringer Faktenlage wäre es aber sehr naiv eine Prognose dafür zu wagen..

  6. Dominik Wilming via Facebook on 30. März 2011 at 09:38

    Naja jetzt weiß ich aber warum ich eine

  7. Dominik Wilming via Facebook on 30. März 2011 at 09:39

    Haftpflichtversicherung habe. Man weiss ja nie

    • Tasilo on 30. März 2011 at 12:36

      Die hilft generell oder gibt es Einschränkungen? Sprich, wenn mein Zehnjähriges Kind nachts etwas anstellt? Hat jeder so eine Versicherung (das Wort Haftpflicht lässt das vermuten)? Und wenn die Versicherung Pflicht ist, wer kontrolliert das?
      Fragen … ich hoffe auf Antworten.

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