Spiel, Satz und Sieg: TV Vechta

1. Mai 2011
Von vechtablogger
Elegant wie einst Björn Borg schwingt der Vechtablogger nach 20 Jahren Pausen das Racket. Foto: Böske

Elegant wie einst Björn Borg schwingt der Vechtablogger nach 20 Jahren Pausen das Racket. Foto: Böske

Boris und Steffi sind längst weg, der Vechtablogger ist zurück. Am Samstag auf Court Nr. 1 des Tennisvereins Vechta habe ich 20 Jahre nach meinem letzten Ballwechsel wieder Tennis gespielt. Der TV Vechta hatte nämlich zur deutschlandweiten Saisoneröffnung eingeladen, um für den weißen Sport zu werben. Es gab eine Tennisolympiade für Kinder, kostenlose Trainerstunden, Aufschlagmessungen und ein Schleifchenturnier.

“Wir müssen wieder offensiver um Mitglieder werben, von alleine geht es nicht”, sagt die neue Vorsitzende, Beate Lonnemann. 250 Mitglieder zählt der Verein am Dornbusch noch, zur besten Zeit in den 80ern und 90ern waren es 500. Im Jahr 1991 zogen die Tennisspieler von An der Gräfte zum Dornbusch, wo es sogar noch einen zweiten Verein gab. Sieben Ascheplätze unter freiem Himmel entstanden.  Damals haben viele Clubs den Fehler gemacht, sich  nicht weiter um junge Leute zu bemühen. “Es lief ja von allein”, meint die Vorsitzende.

Tennis verlernt man so schnell nicht

Aber – und das hätte ich nie gedacht – wer Tennis einmal kann, verlernt es auch nicht so schnell. Nachdem mir Trainer Christoph Jaksch die ersten Bälle an der T-Linie zuspielt, klappt es zehn Minuten später auch von der Grundlinie. Das heißt, ich treffe den Ball und er geht nicht ins Netz. Ob er allerdings meilenweit ins Aus geht, kann ich nicht so gut erkennen, und der Trainer wird es mir wohl auch nicht verraten. Stattdessen spricht er von “Naturtalent” und “toller Grundhaltung”. Dabei sind besonders Rückhand und Volley noch stark verbesserungswürdig. Aber auch Andy Böske bescheinigt mir ein gewisses Können – der Mann ist Marketingbeauftragter des Clubs und weiß, was die Menschen hören wollen.

Wenn der Vechtablogger aufschlägt, gerät selbst Trainer Christoph Jaksch ins Straucheln. Foto: Böske

Wenn der Vechtablogger aufschlägt, gerät selbst Trainer Christoph Jaksch ins Straucheln. Foto: Böske

Start auf dem Kleinfeld

Es geht ja darum, Werbung für den Sport zu machen, der seit vielen Jahren ein Schattendasein fristet. Der nationale Verband hat sich einiges überlegt – es gibt für Anfänger Kleinfelder, auf denen mit Softbällen gespielt wird. Da kommt nicht so schnell Frust auf.

Für Kinder hat sich der Tennisverband ein System ausgedacht, bei dem der Trainigsfortschritt dokumentiert und über ein Punktesystem Anreiz geschaffen wird – für Spieler und Trainer. Ich jedenfalls brauche an diesem Tag keinen Anreiz, es macht Spaß, mal wieder hinter die gelbe Filzkugel zu schlagen. Sogar der Aufschlag wird gemessen. 132 Km/h findet ich schon ganz ordentlich – falls das Gerät stimmt!?

So viel steht fest: Golfspielen kann ich noch mit 70. Denn, Tennis ist besser – auch besser als sein Ruf.

Habt ihr schonmal Tennis gespielt? Wo treibt ihr in Vechta Sport?

Die Kinder werden mit Spielen und langsameren Bällen an den weißen Sport herangeführt. Foto: Vechtablogger

Die Kinder werden mit Spielen und langsameren Bällen an den weißen Sport herangeführt. Foto: Vechtablogger

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