Zebrastreifen vom Aussterben bedroht

27. Mai 2011
Von vechtablogger

ZebrastreifenWie viele Zebrastreifen haben wir jetzt eigentlich in Vechta? Und warum sind es nicht mehr? Diese Frage bewegte in dieser Woche die Vechtablog-Leser. Während Maik Asbrede meint, es gäbe nur welche auf dem Famila-Parkplatz, so kam die übrige Vechtablog-Gemeinde immerhin noch auf drei oder vier andere, zum Beispiel in der Burgstraße in Höhe Juttastraße.

Dabei wären Zebrastreifen eine günstige Lösung, Fußgängern einen sicheren Überweg zu bieten – ohne gleich eine teure Ampel aufstellen zu müssen, oder? Die Stadt sieht das anders. “An wichtigen Kreuzungspunkten hat die Stadt Vechta beampelte Überwege geschaffen”, antwortet Stadtsprecher Herbert Fischer auf schriftliche Anfrage. Im Übrigen sei es nicht möglich, einfach so einen Überweg zu schaffen: “Fußgängerüberwege dürfen nur dort angelegt werden, wo es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben”, heißt es höchst offiziell.

So rückt auch der von einigen Vechtablog-Fans geäußerte Vorschlag, in der Großen Straße auf Höhe Alter Markt einen Zebrastreifen auf die Straße zu malen in weite Ferne. Denn es sei laut Fischer  für die Fußgänger zumutbar, zu den Ampeln an der Propsteikirche oder bei Nanu-Nana zu laufen. Außerdem sei durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Stundenkilometer auch so das Überqueren der Straße ohne weiteres möglich.

Zudem hat eine Studie der Unfallforschung der Vericherer ergeben, dass Zebrastreifen nur dann sicher sind, wenn sie nachts  beleuchtet sind, keine Autos drumherum parken und auch die Geschwindigkeitsbegrenzung eingehalten wird.

Der Zebrastreifen wird wohl eine aussterbende Gattung (auch in Vechta) bleiben.

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10 Responses to “ Zebrastreifen vom Aussterben bedroht ”

  1. Günther on 27. Mai 2011 at 17:43

    Nach Gesetzeslage dürfen Fußgängerüberwege nur dort angelegt werden, wo es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben.So äußert sich der Stadtsprecher Herbert Fischer. Eine Raddwegbenutzungpflicht darf nur angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Rechtsgutbeeinträchtigung erheblich übersteigt (§ 45 Abs. 9 Satz 2 StVO). Trotzdem ist in Vechta fat jeder Bürgersteig durch die Verwaltung zu einem benutzungspflichtigen Fuß- und Radweg gemacht worden. Zweierlei Maß Herr Fischer?

  2. Maik Asbrede on 28. Mai 2011 at 09:54

    Bestimmt ist Herr Fischer auch einer von der Sorte, die mit dem Auto bis in den Laden fahren.
    Ich werde das mal per Video festhalten, wie gut die Leute doch so angeblich über die Straße kommen. Das Ergebnis wird dann bald bei YouTube zu Verfügung stehen – Ich werde mich melden. Mit schönen Grüßen an Herrn Fischer.

  3. Herbert Fischer on 28. Mai 2011 at 19:34

    Lieber Maik,
    ich finde es gut, dass Du Dich durch Deine Vorschläge immer wieder aktiv in die Gestaltung Deines Umfeldes und des Gemeinwesens in Vechta einbringst. Dass ist vor allem bei jungen Menschen in Deinem Alter nicht immer selbstverständlich. Dabei kann es aber immer wieder vorkommen, dass Vorschläge oder Ideen, die man selbst entwickelt hat, nicht auf ungeteilte Zustimmung stoßen. Oftmals muss man akzeptieren, dass die objektive Würdigung eines Sachverhalts, andere Ergebnisse bringen.

    Gestatte mir zu Deinem Kommentar noch 2 Anmerkungen. Der respektvolle Umgang in einer sachlichen Diskussion gebietet es, Menschen nicht als “einer von der Sorte” zu bezeichnen. Und, Nein, ich fahre nicht mit dem Auto bis in den Supermarkt. Ganz im Gegenteil. Privat fahre ich ein Auto mit umweltschonendem Erdgas und bevorzuge dort, wo es sinnvoll ist, den ÖPNV.

  4. Herbert Fischer on 28. Mai 2011 at 19:49

    Zur obigen Sachverhaltsdarstellung möchte ich anmerken, dass Herr Freiwald folgende Aussage von mir nicht erhalten hat: “Außerdem sei durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Stundenkilometer auch so das Überqueren der Straße ohne weiteres möglich”.

    Hierbei handelt es sich um eine freie Interpretation des Redakteurs.

  5. Maik Asbrede on 29. Mai 2011 at 00:32

    Lieber Herr Fischer,

    ich möchte mich für meine Ausdrucksform entschuldigen. Allerdings kam es durch den Satz “Außerdem sei durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Stundenkilometer auch so das Überqueren der Straße ohne weiteres möglich” schon sehr abstrus vor…
    Ihr Umweltverhalten, im Hinblick auf ein Erdgasfahrzeug und die Benutzung des ÖPNV macht sie hingegen sehr sympathisch und umweltbewusst. Aber gerade dann verstehe ich nicht, warum man nicht erkennt, dass am Standort Pferd eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger geschaffen werden muss.
    Ich werde, wie angekündigt, zu verschiedenen Tageszeiten filmen und die Ergebnisse dann online stellen. Vielleicht merkt man im Rathaus dann, dass dort etwas getan werden muss – Im Interesse aller Bürger, aber auch vor allem im Sinne der Schulwegsicherheit (Überquerung an dieser Stelle für Schüler nötig – Weg vom Bahnhof zum GAV,KST,ULF).
    Ich muss selbst jeden Tag mindestens zwei mal über die Große Straße an dieser Stelle und habe schon mehrmals nach Schulschluss den Zug verpasst, da teilweise so viel Verkehr an dieser Stelle war, dass man gut und gerne mal 2 bis 3 Minuten dort stand und in dieser Zeit die NordWestBahn dann schon abgefahren ist.

    Habe ich es richtig in Erinnerung, dass vor der Sanierung des Alten Marktes an dieser Stelle eine Fußgängerampel installiert war, oder irre ich mich da ?

  6. vechtablogger on 29. Mai 2011 at 20:05

    Leute, immer schön sachlich bleiben! Dennoch freue ich mich natürlich über ein Video zum Thema, Maik.

    In der Tat habe ich den Satz von Stadtsprecher Herbert Fischer über die Überquerungsmöglichkeiten in der Großen Straße interpretiert. Nachfolgend lest ihr jetzt das komplette Statement von Herrn Fischer, so dass jeder selbst entscheiden kann, was gemeint ist:

    “An wichtigen Kreuzungspunkten hat die Stadt Vechta beampelte Überwege geschaffen. Fußgängerüberwege dürfen nur dort angelegt werden, wo es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben. Zudem sind Fußgängern auch Wege zu nahegelegenen beampelten Überwegen zuzumuten. Dies ist z.B. bei der von Ihnen beschriebenen Querung Große Straße/Europaplatz der Fall. Hier gilt nicht nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Verkehrsteilnehmer auf der Großen Straße von 20 km/h, zudem gibt es bei der Propsteikirche und in Höhe des Geschäfts Schröer gleich 2 beampelte Überweg in zumutbarer Entfernung.”

  7. S. on 30. Mai 2011 at 11:04

    Wie schon bei dem anderen Thema gesagt finde ich einen Zebrastreifen im Bereich des Pferdes sehr unpassend weil an machen Tagen sehr viel los ist in der Stadt (gerade in diesem Bereich auch). Dann würde es doch ewig dauern bis dort mal ein paar Autos durchkommen weil ständig jemand über die Straße möchte.
    Außerdem halten sehr oft dort auch die Autos an und lassen ein paar Fußgänger vor (so wie ich es gestern auch getan habe ;) )
    Ich finde die beiden Ampeln in der Nähe auch völlig ausreichend.

  8. Maik Asbrede on 5. Juni 2011 at 20:20

    Es wäre schön, wenn sich Herr Fischer noch einmal zu Wort melden würde !

  9. jupp heidi on 7. Juni 2011 at 11:41

    Hi, wie wäre es den zweifelsfrei gut gemachten Blog auf den Landkreis zu erweitern. Das Nest Vechta alleine bietet wohl leider doch nicht genug Geschichten und die Themen der letzten beiden Wochen: Schlagloch und Zebrasteifen wirken eher wie aus der Not geboren, weil einfach nicht anderes passiert ….

    • vechtablogger on 7. Juni 2011 at 21:34

      Moin Jupp, du könntest Recht haben. Im Moment fehlt mir einfach etwas die Zeit für Vechtablog. Aber Ideen gibt es genug. Was möchtest du denn mal an dieser Stelle lesen?
      Gruß
      Vechtablogger

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