Bauhof sammelt Zwergen-Freunde ein

11. Juli 2011
Von vechtablogger
Bald wieder freie Sicht: Das  Unkraut um den kleinen Zwerg soll in den kommenden Tagen gemäht werden. Foto: Vechtablogger

Bald wieder freie Sicht: Das Unkraut um den kleinen Zwerg soll in den kommenden Tagen gemäht werden. Foto: Vechtablogger

Der Gartenzwerg darf bleiben, alle anderen Tiere müssen weg, hat die Stadt entschieden und vor ein paar Tagen die beiden Gänse und die zwei Katzen vom Falkenrotter Kreisverkehr entfernt – aus Sicherheitsgründen, wie es heißt.

“Je bekannter es wird, dass sich im Kreisel mehrere Figuren befinden und möglicherweise neue hinzukommen könnten, desto größer ist die Gefahr, dass Verkehrsteilnehmer auf diese Figuren schauen bzw. nach neuen Figuren Ausschau halten und insoweit vom Verkehrsgeschehen abgelenkt werden”, teilt Stadtsprecher Dr. Frank Käthler auf Anfrage mit. Außerdem könnten Kinder die Figuren so toll finden, dass sie auf den Kreisel laufen könnten. “Die Entscheidung ist insoweit in der Abwägung zwischen zweifellos vorhandenem Unterhaltungswert einerseits und Sicherheitsaspekten andererseits getroffen worden.” Der Zwerg habe Kultcharakter, räumt der Stadtsprecher ein.

Sollten die Tiere jemanden gehören, können sie Käthler zufolge beim Bauhof abgeholt werden.

Aber eine gute Nachricht gibt es noch für den possierlichen Zwerg: Das Unkraut um ihn herum soll gemäht werden, damit er wieder eine bessere Aussicht hat.

Was meint ihr? Hat die Stadt Vechta richtig gehandelt? Schreibt es in die Kommentare!

Ähnliche Artikel:

  1. Wo sind die Zwergen-Freunde?
  2. Adventskalender #1: Der Kreisel-Zwerg
  3. Wo ist der Zwerg vom Falkenrotter Kreisel?

Tags: , ,

14 Responses to “ Bauhof sammelt Zwergen-Freunde ein ”

  1. Tasilo on 11. Juli 2011 at 18:18

    Total albern, die Begründung.
    Aber wenigstens ist der Zwerg noch da: Sonst hätte die Stadt Vechta sich selbst lächerlich gemacht.

    • Maik Asbrede on 11. Juli 2011 at 18:26

      Ich kann die Begründung teilweise verstehen, finde sie aber andererseits, ebenso wie Tasilo, total albern….

      Die Stadt hat sich auch so schon lächerlich gemacht. Immerhin ist jetzt auch ganz deutlich darauf aufmerksam gemacht worden, dass meterhohes Unkraut ganz markante Plätze im Stadtbild dominiert.
      Wenn man mal durch die Stadt fährt ist es schon erschreckend, wie die Stadt vom Unkraut überwuchert wird und wahrscheinlich nur und kurz vor dem Stoppelmarkt alles hübsch gemacht wird.
      Gerade als Viel-Radfahrer fällt mir auf, dass viele Rad- und Fußwege vom Unkraut übersäht sind, ein tolles Bild bietet sich vor allem An der Gräfte und rund um den Stoppelmarkt sowie hinter der Lärmschutzwand zwischen Famila-Center und Theodor-Heuss-Straße….

  2. Ich on 11. Juli 2011 at 18:35

    Aber eine Metergroße Blaue Statue beim Kreisel am Versicherungsgebäude der Alten Oldenburger ist weniger polarisierend und Ablenkend?

    • Maik Asbrede on 11. Juli 2011 at 18:56

      Danke, daran hatte ich gar nicht als Argument gedacht. Gute Idee!

  3. Paul on 11. Juli 2011 at 20:16

    Wie kann man sich darüber aufregen? Wenn ich morgen meinen müll vor der haustür von herrn asbrede entsorge, will er den bestimmt auch nicht behalten. die stadt hat richtig entschieden.
    aber wenn man halt gegen alles ist…

    • Kalle on 11. Juli 2011 at 20:55

      Das sehe ich auch so. Ich kann die Witzigkeit der Aktion zwar verstehen. Was passiert aber wenn jeder seinen ‘kitschigen Schrebergartenschick’ dort entsorgt. Irgendwann stehen dort 20 bis 100 Wichtel, Rehe und Enten und man denkt, man wäre im Märchenwald Damme.

      Ich stelle mir das zukünftige Einfahrtstor von Vechta etwas anders vor. Die Kreisverkehr sind doch schön gestaltet. Schaut mal nach Lohne, da schnauft eine olle Torfbahn oder ein Granitkasper macht seinen Abschlag. Bei anderen Kreisverkehren stehen einfach nur Büsche und Bäume.

      Das Wildkraut lässt sich beseitigen, den Rasen kann man mähen aber der kitschige Geschmack bleibt.

      • Maik Asbrede on 11. Juli 2011 at 23:00

        Lieber Paul, ich kann nicht nachvollziehen, was mein Hausmüll mit Gartenzwergen zu tun hat.

        Lieber Kalle, ihren Gedanken kann ich gut nachvollziehen, allerdings finde ich die Skulpturen in Lohne gerade ein schönes Vorbild, diese blaue Else auf dem Ostkreisverkehr sieht doch nicht schön aus. Zudem hat man ja jetzt gesehen, dass sich die Stadt erst ums Unkraut kümmert, wenn alle das bemängeln ODER der Stoppelmarkt vor der Tür steht (oder beides zusammen ?)

        Sie haben aber vollkommen Recht, wenn sie sagen, dass es irgendwann zu einem Zoo verkommen hätte können. In diesem Sinne noch einen schönen Abend.

  4. Joana on 14. Juli 2011 at 01:29

    Ich denke, dass die Stadt Vechta das Parzellieren einzelner Esplanade mit großem Skeptizismus
    vollendet hat und daher diese visuelle Wahrnehmung nicht durch insipide Figuren destruieren lassen möchte.

  5. Ich auch on 19. Juli 2011 at 15:34

    Ich kann es auch nur Unterstützen, das die Stadt Vechta die Sachen wieder vom Kreisverkehr entsorgt hat. Für einen kurzen Zeitraum ist das ganz witzig, nur die Begründung der Stadt Vechta kann ich nachvollziehen, da ich auch schon fast zweimal auf das vor mir fahrende Auto gefahren wäre, da ich auch die ganze Zeit nach links bzw. rechts geschaut habe um neue „Figuren“ zu entdecken. Das ständige „Contragerede“ (z.B. Unkraut in der Stadt) von Herrn Asbrede stört langsam ein wenig. Wenn du mal bald Groß und Erwachsen bist, und vielleicht dann mal einen Garten haben besitzen wirst, merkt auch du bald, wie Mühselig es ist, diesen ständig in Ordnung zu halten (oder frage deine Eltern). Vechta hat eine Fläche von fast 88 Quadratkilometer (minus Grundstücke im privaten Besitz u.s.w.). Versuch das mal mit ungefähr 4 – 6 Personen jeden Tag Tip Top in Ordnung zu halten. Viel Spass dabei! Vechta ist eine wirklich sehr lebenswerte Stadt und ich denke, das du dich auf sehr hohen Niveau ständig beklagst.

    • Maik Asbrede on 19. Juli 2011 at 22:40

      Ich weiß wie schwer es ist, einen Garten in Ordnung zu halten. Immerhin verdiene ich mit Gartenarbeit mein Geld, soviel dazu.
      Zudem ist mir natürlich bewusst, dass es nicht überall Tip Top aussehen kann. Aber man darf sich ja wohl beschweren wenn der “Autobahnzubringer” über denen die meisten Auswärtigen nach Vechta kommen aussieht, wie ein Urwald, oder liege ich falsch.
      Mir ging es um das Bild der Stadt für Auswertige, das durch Unkraut natürlich total gut kommt ;-) .
      Meinetwegen soll das Unkraut doch bis in den Himmel ragen, solange die Straße frei bleibt.
      Ihnen scheint das Image unserer Stadt genau so wichtig zu sein, wie eine Nennung ihres richtigen Namens um hinter ihrer Meinung zu stehen.
      Ich könnte auch wie sie immer Alias für meine Beiträge verwenden, und bis auf den Administrator würde das keiner merken.
      Aber wissen sie was ? Ich stehe dazu, was ich sage. Vielleicht meinen sie, dass das mit 17 naiv ist. Aber ist es nicht eher naiv alles so hinzunehmen ?

      PS: Welches Contragerede ? Nur weil ich mich übers Unkraut aufrege, bin ich ein Nörgler ? Da müssen sie mir schon andere Themen nennen.

      Schönen Tag noch, Eitel, Wonne und Sonnenschein wünscht aus dem Norden Vechtas, der Unkrautbeobachter ;-)

  6. Maik Asbrede on 19. Juli 2011 at 22:45

    Übrigens, danke für die Form der Höflichkeit, das DU hatte ich Ihnen jedoch nicht angeboten ;-)

  7. doller_Proll on 21. Juli 2011 at 21:59

    Ein Fliegenpilz gehört nicht zum Unkraut, oder?

  8. doller_Proll on 25. Juli 2011 at 22:15

    Und ein grinsender Frosch. Es geht mit neuen Protagonisten wieder von vorne los.

Einen Kommentar hinterlassen