Sommer an der Toncoole

19. Juli 2011
Von vechtablogger
Freibad seit den 30er Jahren: Die Toncoole. Foto: Vechtablogger

Freibad seit den 30er Jahren: Die Toncoole. Foto: Vechtablogger

An den wenigen echten Sommertagen in diesem Jahr genießt der Vechtablogger Zeit an der Toncoole. Diese Mischung aus Baggersee und Freibad ist  zeitlos gut.

Kleinkinder matschen und bauen Burgen an dem Strand, der in diesem Jahr verbreitert wurde. Größere Kids paddeln auf ausrangierten Surfbrettern zur Badeinsel in dem sechs Meter tiefen Gewässer, während sich die Eltern auf der Liegewiese sonnen oder am Kiosk Kaffee trinken. Die Toncoole ist klein und beschaulich. Vielleicht passt sie deswegen so gut zu Vechta. “Wo sonst bekommt man Badestrand mitten in der Innenstadt?”, fragt Betreiber Alex de Vos. Anderswo würde tonnenweise Sand angekarrt.

Vor fünf Jahren hat  de Vos (Villa Vita) die Toncoole (die früher mal eine Tonkuhle war) als Pächter übernommen. Der Stadt Vechta war der Betrieb nämlich längst zu teuer geworden, wie de Vos erzählt. Bereits vor zehn Jahen wollte die Stadt das Kultbad einebnen, hatte aber nicht mit dem Widerstand der Bevölkerung gerechnet. Die Anwohner gründeten eine Bürgerinitiative. Kompromisslösung: Das Bad bleibt, wenn sich ein Pächter findet.

Chillen am Strand, gemütlich sitzen im Biergarten

De Vos ist nunmehr der zweite Pächter. Er hat das Freibad gut in Schuss gehalten. Der Charme der Baracken aus den 60er Jahren ist zwar nicht jedermans Geschmack, aber alles ist ordentlich. Dazu hat de Vos vor fünf Jahren den Biergarten oberhalb des Schwimmbads eröffnet. “Das war früher das Bademeisterhäuschen”, erinnert sich der Betreiber. Allerdings total zugewachsen. “Mir war sofort klar, dass hier ein Biergarten hineingehört”, erinnert sich de Vos.

Seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist die ehemalige Tonkuhle für die nahegelegene Ziegelei eine Badeanstalt. Vorne badeten die Jungs, weiter hinter den Bäumen die Mädchen. In den 60er Jahren kamen die Baracken hinzu für Umkleidekabinen und Duschen. Zwischendurch hat es sogar ein Betonbecken in der Tonkuhle gegeben, erinnert sich de Vos. Das wurde aber zum Glück schnell wieder abgerissen.

Ein Eis bitte: Betreiber Alex de Vos vor dem Toncoole-Kiosk. Foto: Vechtablogger

Ein Eis bitte: Betreiber Alex de Vos vor dem Toncoole-Kiosk. Foto: Vechtablogger

In diesem Jahr will de Vos verstärkt jüngeres Publikum ansprechen. Chillen an der Toncoole. Eine erste Beachparty im Himmelfahrtstag war ein Erfolg. Vielleicht gibt es künftig einmal pro Woche sowas wie ein Chill-Out-Abend  nach dem Vorbild des Café del Mar auf Ibiza.

Allerdings hängt immer viel vom Wetter ab, gibt de Vos zu bedenken. Insofern ist diese Saison bisher ziemlich ins Wasser gefallen. Aber noch ist der Sommer nicht zu Ende…

Wo findet man euch bei heißem Wetter: Freibad oder Toncoole? Schreibt es in die Kommentare!


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4 Responses to “ Sommer an der Toncoole ”

  1. Christian Meichel on 19. Juli 2011 at 15:39

    Also ich kühl mich lieber von innen ab und bevorzuge daher den Biergarten. Schöner Ausblick, biergartentypischer Gartencharakter, netter origineller Service und natürlich die obligatorische Maß im Steinkrug mit Zinndeckel.

  2. Alex de Vos via Facebook on 19. Juli 2011 at 23:35

    schöner bericht über ein schönes freibad-weiter so..

  3. südoldenburger on 21. Juli 2011 at 17:18

    Da werden Erinnerungen an die Kindheit wach.

    Der Bademeister damals, Alex, ich glaube er war ein ehemaliger russ. Kriegsgefangener oder so ähnlich, sorgte damals für Ordnung. Braungebrannt und in kurzen weissen Hosen und mit Trillerpfeife. Das ware noch Zeiten.

    Vielleicht hat der eine oder andere Leser ja auch noch Fotos von damals? Das ist dann der Stoff für eine “Ehemaligenparty” He He He

    Alex de Vos ist auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger, auch wenn er kein Russe und kein Bayer ist. :-) ))

  4. Christian meichel | Iuvotest on 31. Oktober 2011 at 16:40

    [...] Sommer an der Toncoole | Vechtablog19. Juli 2011 … Christian Meichel on 19. Juli 2011 at 15:39. Also ich kühl mich lieber von innen ab und bevorzuge daher den Biergarten. Schöner Ausblick … [...]

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