Start im neuen Baugebiet in Oythe

19. Oktober 2011
Von vechtablogger
Der erste Bagger macht sich an die Erschließung des Baugebiets "südlich des hohen Eschs". Foto: Conny Wichmann

Der erste Bagger macht sich an die Erschließung des Baugebiets "südlich des hohen Eschs". Foto: Conny Wichmann

Seit gestern buddelt ein gelber Bagger auf dem brach liegenden Feld am Hohen Esch. Offenbar der Beginn der Erschließung des Baugebiets Telbraker Esch, auf das viele Möchtegern-Häuslebauer so sehnsüchtig warten. Zunächst sollen etwa 60 Bauplätze für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser und Doppelhaushälften erschlossen werden, die vom kommenden Jahr an bebaut werden können.

Insgesamt könnten – wenn es nach der Stadt Vechta geht – zwischen Oythe und Telbrake in den kommenden Jahren mehr als 320 Bauplätze erschlossen werden. Aber noch sind nicht alle Grundstücksverhandlungen geführt worden, wie der Vechtablogger aus zuverlässiger Quelle weiß.

Die Preise in dem neuen Gebiet sollen dem Vernehmen nach zwar unter 100 Euro pro Quadratmeter liegen. Wobei 90 Euro für diese Gegend auch schon ein happiger Preis sind. Die Nachfrage bestimmt den Preis. Und die ist gewaltig.Angeblich hätten schon mehr als 400 Menschen Interesse an einem Bauplatz bekundet.

Überteuerte Gebraucht-Immobilien

Dass der Markt völlig überhitzt ist, wird auch an den Preisen für gebrauchte Immobilien deutlich. “Ich könnte auf der Stelle mehr als 300 Grundstücke verkaufen”, sagte ein Makler, der namentlich nicht genannt werden möchte, kürzlich  im Gespräch mit dem Vechtablogger.

So wollte kürzlich ein Hausbesitzer für ein 50 Jahre altes,  inzwischen abgerissenes Einfamilienhaus an der Bergmannstraße mit weniger als 700 Quadratmetern Grundsück für 165.000 Euro verkaufen. Da das Haus nur noch Abrisswert hatte, kann man von einem Preis pro Quadratmeter Grundstück von 235 Euro ausgehen. Da lohnt sich hinterher höchstens der Bau eines Mehrfamilienhauses. Doch das verhinderten Anwohner mit einer Unterschriftenaktion.

Angst vor Hochwasser

Die Anwohner des bestehenden Wohngebiets am Hohen Esch haben ganz andere Sorgen. Sie fürchten, dass die Kanalsation der neuen Flächenversiegelung nicht gewachsen ist.  Schon jetzt steht die Telbraker Straße bei Starkregen teilweise unter Wasser. Auch das Gelände am Oyther Kindergarten ist davon betroffen.

Würdet ihr im neuen Baugebiet in Oythe ein Grundstück kaufen – oder schrecken euch die vermutlich hohen Preise? Was wäre eurer Meinung nach eine Lösung, um die starke Nachfrage nach Wohnraum und Bauplätzen zu befriedigen?

Hier findet ihr den Bebauungsplan für das neue Wohngebiet “südlich des Hohen Eschs”.

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6 Responses to “ Start im neuen Baugebiet in Oythe ”

  1. Tasilo on 19. Oktober 2011 at 12:09

    Ich weiß: Das klingt wie in der DDR! Aber ich würde es gut finden, wenn die Stadt zumindest ihre Preise nach oben begrenzt und bei 70 oder 80 Euro einfriert. Das würde den Markt entspannen!

  2. Florian on 19. Oktober 2011 at 13:18

    Das „alte“ angrenzende Wohngebiet, was um 2003 rum erschlossen wurde hatte ja schon Preise um die 70 / 80 Euro pro m². Das war vor 8 Jahren. Für diese top Lage im ländlichen Idyll, von wo man mit dem Rad in nicht einmal 10 Minuten in Innenstadt ist, halte ich 100 Euro (plus) pro m² schon für gerechtfertigt. Bei dem aktuell niedrigen Zinssatz kann der Preis auch gezahlt werden. Die Kosten für die Infrastruktur (Abwasserleitung u.s.w.) sind aufgrund der geographischen Lage wesentlich höher als anderswo in Vechta. Die Stadt ist ja kein karitativer Verein, sonder eine „Institution“ die Geld erwirtschaften muss um seine hoheitlichen Pflichten erfüllen zu können (Kindergarten, Bildung, Staßenbau, Kultur u.s.w.).

  3. Ulli on 21. Oktober 2011 at 08:59

    In der OV stand, dass es sich wohl nur um Archäologische Grabungen handelt und die “richtigen” Bauarbeiten erst im Frühjahr beginnen.
    Schade eigentlich – Auch in Vechta nimmt die Zahl der Bauwilligen ab, weil sie sich bis dahin Grundstücke in Bakum oder Lutten suchen, die A günstiger sind und B besser zu kriegen, weil die Gemeinden da nicht so hinterher hängen in Sachen Baulandausweisung….

  4. Elena on 21. Oktober 2011 at 09:53

    Dann heißt’s wohl bald ‘Land unter’ an der Telbraker Straße. -.-

  5. jojo on 21. Oktober 2011 at 21:03

    Tut mir leid aber die Diskussionen über Miet- und Grundstückspreise in Vechta wirken meiner Ansicht nach doch sehr provinziell. Verglichen mit vielen anderen (ja auch ländlichen) Regionen sind die Preise wirklich recht niedrig. Das Problem stellen hier wohl eher die verhältnismäßig niedrigen Löhne in Oldenburger Münsterland dar. Bei aller selbstbeweihräucherung über die boomende Wirtschaft wird das nämlich gerne mal vergessen ….

  6. S. aus der Telbraker Straße on 24. Oktober 2011 at 11:26

    Schade :( das wird mir alles zu voll da bei uns. Früher wo noch nichts bebaut war hat es mir viel besser gefallen… da konnte man dort schön mit dem Hund in Ruhe spazieren gehen und mit dem Pferd über die Felder reiten ..aber das nimmt ja auch alles ab.. sehr schade. Hoffentlich ist danach jetzt Schluss mit der Bebauung …dann bleibt wenigstens noch ein kleines Stück vom Esch erhalten…

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