Adventskalender #20: Langförden

20. Dezember 2011
Von vechtablogger
Hier muss es irgendwo sein!? Hinter dem Wall liegt der Vechtaer Ortsteil Langförden. Foto: Vechtablogger

Hier muss es irgendwo sein!? Hinter dem Wall liegt der Vechtaer Ortsteil Langförden. Foto: Vechtablogger

Was wäre unsere Metropole des Oldenburger Münsterlands ohne seinen Ortsteil Langförden? Zugegeben, begeistert waren die Langfördener 1974 nicht davon, als ihr Dorf und die Bauerschaften (Spreda, Holtrup, Deindrup, Calveslage und Co.) die Selbständigkeit gegen eine Eingemeindung in die Stadt Vechta eintauschen mussten – das hätten sie doch lieber den bettelnden Luttern überlassen. Hinzu kam die Unverschämtheit, dass diesen reichen Langfördenern danach auch noch der öffentliche Nahverkehr in Form des Bahnhofs klammheimlich geklaut wurde.

Der Langfördener Dom und daneben der Turm der alten Kirche. Foto: Vechtablogger

Der Langfördener Dom und daneben der Turm der alten Kirche. Foto: Vechtablogger

Denn die Ortschaft mit ihren knapp 4.500 Einwohnern hat viel zu bieten, neben mehreren Gaststätten und Dönerläden, einem Supermarkt und drei Friseursalons vor allem die riesige St. Laurentiuskirche, die 1910-1912 nach Plänen von Ludwig Becker erbaut wurde. Die nebenanstehende alte Kirche wurde bereits 1011 in einem sehr schmucklosen Stil aus Findlingen erbaut.

Nicht zu vergessen sind natürlich die Großbetriebe wie For Farmers, Dr. Siemer Getränke, ELO und vor allem der bekannteste Betrieb des Oldenburger Münsterlandes, der für Vechtaer Stadtkassen von unheimlicher Bedeutung ist: Big Dutchman in der Bauerschaft Calveslage.

Durch die Erschließung neuer Gewerbegebiete entlang der B69 wachsen Vechta und Langförden immer weiter zusammen.  Und prompt setzt ausgerechnet die Stadt Vechta den armen Langfördenern einen Lärm- und Sichtschutzwall vor die Nase. Das stieß auf wenig Freude im Ort. Wollte man Langförden vor den durchfahrenden Autos verstecken?

Alles soll besser werden, der Wall bekommt einen Durchbruch. Damit die Langfördener wieder nach draußen schauen können.     Maik Asbrede

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8 Responses to “ Adventskalender #20: Langförden ”

  1. Dirk Melzer via Facebook on 20. Dezember 2011 at 14:43

    Aber es scheint als ob ihr lange nicht mehr in langförden gewesen seit. Wir haben ZWEI Döner Läden

  2. Maik Asbrede via Facebook on 20. Dezember 2011 at 14:50

    Steht doch auch so im Artikel :-)

  3. Hans on 20. Dezember 2011 at 14:56

    was denn bitte für einen durchbruch in dem wall?

  4. vechtablog.de via Facebook on 20. Dezember 2011 at 15:04

    Sorry, den zweiten wollten wir nicht unterschlagen. Vor so viel kulinarischer Auswahl ziehen wir unseren Hut!

  5. Dirk Melzer via Facebook on 20. Dezember 2011 at 15:41

    Lieber Maik, im Artikelja, allerdings nicht in der Statusmeldung….
    Und: ich bin fest, ganz fest davon überzeugt, das die ELO viel bekannter ist, als BIG Dutchman. Zumindest auf Bundesebene.

    Ja ja, hier fühlt man sich momentan wie in der Großen Straße in Vechta. :-)

  6. Johannes Langfermann on 21. Dezember 2011 at 12:04

    Öhmmm…. Entschuldigung, aber ich denke nicht, daß die Stadt Vechta den Langfördern den Wall “vor die Nase gesetzt” hat. Wenn mich nicht alles täuscht, dann gibt es in Langförden einen Ortsrat, und wie dieser besetzt ist entscheiden die Langförder bei einer Kommunalwahl. Und wenn mich nicht alles täuscht, dann wollte eben dieser Ortsrat den Wall haben. Ja ja, und wenn man 85,76% CDU wählt, dann rutscht eben der eine oder andere Faux-Pas auch mal vollkommen ohne Diskussion und öffentlich Wahrnehmung so durch, und am Ende ist das Geschrei dann groß. Beschwert Euch doch bitte beim Ortsrat, Ihr habt ihn selbst gewählt…..

    • Tasilo on 21. Dezember 2011 at 13:06

      Ich glaube, das Stichwort lautet Lärmschutz. Das Baugebiet liegt an einer Bundesstraße. Es gibt EU-Richtlinien, ab welcher Lärmbelastung wie geschützt werden muss. Die Wahl hat man dann nur noch zwischen Wall und Mauer. Beides sieht natürlich doof aus. Aber immer noch besser, als wenn die Leute in den Häusern nicht schlafen können.

      • Maik Asbrede on 21. Dezember 2011 at 20:01

        Schade eigentlich, dass Ironie nicht immer verstanden wird (“vor die Nase gesetzt”) ….

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